Zum Hauptinhalt springen

Pressekontakt

Christian Rollmann

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 

E-Mail: presse[at]meine-landwirtschaft[dot]de

Tel.: 030-28482438
Mobil:  0151-51245795

Pressekontakt

Saskia Richartz

Pressesprecherin

E-Mail: richartz[at]meine-landwirtschaft[dot]de

Tel.: 030-28482325
Mobil: 0177-8905054

Presseverteiler

Immer auf dem Laufenden bleiben – hier in unseren Verteiler eintragen.

PRESSEVERTEILER

Pressemitteilungs-Archiv

Eine Übersicht der Pressemitteilungen finden Sie in unserem Archiv.

ARCHIV

Pressekonferenz 18.1.

#WHES22-Pressekonferenz am 18.1. um 8:45 Uhr

MITSCHNITT ANSEHEN   PRESSEMITTEILUNG

Protest 22.1.

Akkreditierung für den "Wir haben es satt!"-Protest am 22.1.22 per Mail an presse[at]meine-landwirtschaft[dot]de

EINLADUNG

Pressemitteilung

FOTOS

„Wir haben es satt!“-Protest: Özdemir muss Agrarindustrie die Stirn bieten und Agrarwende voranbringen

Berlin, 22.01.22. Mit gigantischen Stroh-Buchstaben fordern heute über 60 Organisationen aus Landwirtschaft und Gesellschaft in Berlin eine nachhaltige Agrar- und Ernährungspolitik. Aus 50 Tonnen Stroh bildet das „Wir haben es satt!“-Bündnis vor dem Bundestag den 4,5 Meter hohen Schriftzug „Agrarwende jetzt!“. Damit unterstreichen die Demonstrant*innen ihre Erwartung an Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir, jetzt für einen schnellen und entschlossenen Umbau der Land- und Lebensmittelwirtschaft zu sorgen.

„Es ist höchste Zeit, dass die Höfe und Menschen in diesem Land wieder zu den Gewinner*innen der Agrar- und Ernährungspolitik zählen“, sagt Bündnis-Sprecherin Saskia Richartz. „Minister Özdemir muss jetzt das Feld für die Agrarwende bestellen. Das heißt: Umweltfreundliche Bewirtschaftung, artgerechte Haltung und Klimaschutz auf Acker und Teller müssen sich wieder lohnen.“

Damit die Agrar- und Ernährungswende klappt, brauchen Höfe und Konsument*innen Transparenz, Verlässlichkeit und Zukunftsperspektiven. Die Bundesregierung muss das Höfesterben stoppen und sicherstellen, dass alle Menschen Zugang zu gutem pestizid- und gentechnikfrei hergestelltem Essen haben. Für den Klimaschutz müssen die Tierzahlen reduziert und artgerechte Tierhaltung muss ebenso wie der Ökolandbau zum Leitbild werden.

Mit Blick auf die Lobby-Interessen, die in der Vergangenheit die notwendigen Veränderungen blockierten, verlangt das Bündnis klare Kante vom Landwirtschafts- und Ernährungsministerium. „Özdemir muss der Agrarindustrie die Stirn bieten. Weder Chemie-, Milch- und Fleischkonzerne noch Bodenspekulanten dürfen in Zukunft die Agrarpolitik bestimmen,“ so Richartz. „Die Agrarwende ist harte Arbeit und wird sicher kein Spaziergang. Wir halten den Druck aufrecht und werden die Arbeit des Ministers kritisch begleiten. Wenn Cem Özdemir eine zukunftsfähige Politik macht, hat er die Unterstützung unserer Bewegung.“

Die Lage auf dem Land ist nach 16 Jahren unionsgeführter Agrarpolitik dramatisch: Schlechte Erzeugerpreise durch das Preisdiktat des Handels und die fatale Ausrichtung auf Export zwingen Bauernhöfe zum Schließen. Landwirtschaftlicher Boden wird immer mehr zum Spekulationsobjekt. Tierfabriken verdrängen bäuerliche Betriebe. Der Antibiotikamissbrauch bedroht unser aller Gesundheit. Klimakrise und Artensterben eskalieren.

Julia Bar-Tal, Bäuerin aus Brandenburg, von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft in Brandenburg, sagt: „Wir brauchen eine Landwirtschaft, in der faire Erzeugerpreise mit artgerechter Tierhaltung und Umwelt- und Klimaschutz einhergehen. Gleichzeitig müssen gesunde Lebensmittel für alle bezahlbar sein. Wir erwarten von Minister Özdemir, dass er jetzt sofort die Ärmel hochkrempelt und den Umbau der Landwirtschaft voranbringt. Bäuer*innen, Tiere und das Klima brauchen eine Zukunft."

Schon am Vormittag hatten Bäuer*innen mit ihren Traktoren eine Protestnote an Cem Özdemir übergeben. Auch der „Staffel-Lauch für die Agrarwende“ fand im Agrarminister seinen Adressaten. Über 1500 Menschen fordern in Video-Botschaften den agrarpolitischen Neustart und reichen so den virtuellen Staffel-Lauch bis ins Regierungsviertel weiter.

Hintergrund: Im „Wir haben es satt!“-Bündnis kämpfen konventionell und ökologisch wirtschaftende Bäuer*innen im Schulterschluss mit der Gesellschaft gegen die fatalen Auswirkungen der intensiven industriellen Landwirtschaft. Gemeinsam zeigt das Bündnis Wege für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft auf, die mit mehr Umwelt-, Tier- und Klimaschutz auch auf breite Zustimmung in der Bevölkerung stößt und den Bauernhöfen wirtschaftliche Perspektiven bietet.


Fotos
vom Protest ab ca. 13 Uhr in druckbarer Qualität unter: www.wir-haben-es-satt.de/presse


Pressekontakt:

Christian Rollmann, „Wir haben es satt!“-Pressesprecher, Tel.: 030-28482438, Mobil: 0151-51245795, E-Mail: presse[at]meine-landwirtschaft[dot]de

 

 

Fotos zur kostenfreien Nutzung

Fotos vom "Wir haben es satt!"-Protest am 22.1.22 zur kostenfreien Nutzung gegen Angabe der Quelle. Die Fotos werden noch aktualisiert. Zum Download bitte auf das Bild klicken.
Quelle: Nick Jaussi/www.wir-haben-es-satt.de

Pressemitteilung

PK-MITSCHNITT

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“: Agrarwende jetzt!

„Wir haben es satt!“-Bündnis fordert schnelle Schritte beim Umbau der Landwirtschaft / Protest am Bundestag am 22.1.22 / Video-Aktion „Staffel-Lauch für die Agrarwende“

Berlin, 18.1.22. Wenige Tage vor dem „Wir haben es satt!“-Protest am Bundestag fordern über 60 Organisationen aus Landwirtschaft und Gesellschaft heute eine rasche Umsetzung der Agrar- und Ernährungswende. Nachdem das Agrarministerium in den letzten 16 Jahren tatenlos bei Höfesterben, Tierfabriken und Klimakrise zugesehen hat, ist der Reformstau heute enorm. Deswegen muss der neue Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir jetzt schleunigst den Umbau von Landwirtschaft und Ernährungssektor anpacken.

Die große „Wir haben Agrarindustrie satt!“-Demonstration, die traditionell im Januar stattfindet, wurde wegen der hohen Infektionszahlen verschoben. Dennoch findet am 22. Januar ein bildstarker Protest am Bundestag statt. Wegen der Pandemielage sagt das Demo-Bündnis: „Bleibt bitte am 22.1. zuhause!“ und hat den „Staffel-Lauch für die Agrarwende“ ins Leben gerufen. Bei der Video-Aktion reichen derzeit Menschen in ganz Deutschland eine Lauchstange weiter und fordern dabei den Neustart in der Agrar- und Ernährungspolitik. Am 22.1. wird der Staffel-Lauch direkt an Cem Özdemir übergeben.


Saskia Richartz
, „Wir haben es satt!“-Sprecherin, sagt:

„Es gibt nichts Gutes außer man tut es. Das gilt auch in der Agrar- und Ernährungspolitik. Von Tierzahlen und Pestizidreduktion über Fleischpreise bis zu gentechnikfreien Lieferketten – es braucht jetzt schnell verbindliche Vorgaben. Profitieren müssen die bäuerlichen und ökologischen Betriebe, nicht die Agrar- und Lebensmittelkonzerne.“

Ottmar Ilchmann, konventioneller Milchbauer aus Ostfriesland von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, sagt:

„Wir Bäuerinnen und Bauern brauchen endlich faire Erzeugerpreise, damit das Höfesterben gestoppt wird. Wer Anwalt der Landwirt*innen sein will, muss Handel und Verarbeitung in die Schranken weisen und das Preisdiktat stoppen. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass auch bei Geringverdienenden und Sozialleistungsempfänger*innen gutes Essen auf den Tellern landet.“

Marita Wiggerthale von Oxfam sagt:

„Im Lebensmittelhandel geht es sehr ungerecht zu, weil Edeka, Aldi & Co. zu viel Macht haben. Sie erzielen Rekordumsätze und drücken gleichzeitig die Lieferanten und Landwirte gnadenlos im Preis. Minister Özdemir muss ihre ausbeuterische Preispolitik verbieten, ihre Übermacht im Einkauf per Entflechtung brechen und die Ombuds- und Preisbeobachtungsstelle in Kraft setzen“.

Tina Andres vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) sagt:

„Die Ernährungswende drängt! Bio bietet sich für den Umbau an. Denn mit Öko gehen Ökologie und Ökonomie heute schon Hand in Hand. Und zwar per Gesetz und kontrolliert. Die Messlatte für die Bundesregierung liegt auf: 30 % Öko bis 2030. Das geht, wenn Özdemir und Kollegen Volldampf überall dort geben, wo es das entlang der gesamten Wertschöpfungskette braucht.“

Rüdiger Jürgensen von VIER PFOTEN sagt:

„Wir brauchen einen Neustart bei der Tierhaltung und kein Herumdoktern am kranken System. Weniger Tiere, dafür mehr Platz und Auslauf. Schluss mit Qualhaltungen, nicht kurativen Eingriffen und Turbozuchten. Minister Özdemir muss den Umbau zügig vorantreiben, es darf nicht bei einer Ankündigungspolitik bleiben.“

Martin Hofstetter von Greenpeace sagt:

„Wir werden den neuen Landwirtschaftsminister genauso kritisch begleiten wie die vergangenen Ministerinnen und Minister der Union. Die wichtigste Aufgabe von Cem Özdemir ist es jetzt, den Umbau und Abbau der Tierhaltung anzugehen. Nur dann ist unsere Landwirtschaft zukunftsfähig.“

 

 

„Wir haben es satt!“-Protest 2022 – Terminübersicht

  • Samstag, 22.01.22, 12 Uhr: „Wir haben es satt!“-Protest. Ort: Bundestag, Friedrich-Ebert-Platz/Reichstagufer, 10117 Berlin. Pressetreffpunkt ab 11:45 Uhr auf der gegenüberliegenden Spreeseite/Treppe vom Marie-Elisabeth-Lüders-Haus.
  • Samstag, 22.01.22, 9:45 Uhr: Ankunft der Traktoren. 10 Uhr: Bauernprotest am Agrarministerium mit Übergabe von Protestnote an Minister Cem Özdemir. Ort: BMEL, Wilhelmstraße 54, 10117 Berlin.
  • Rahmenprogramm: Freitag, 21.01.22, 17-22 Uhr, Schnippeldisko – Topf, Tanz, Talk (online). Samstag, 22.01.22, 17-20 Uhr, Soup & Talk – 5-Minuten-Talks zu guter Landwirtschaft.

 

Hintergrund:

Für eine bäuerliche Landwirtschaft mit mehr Umwelt-, Tier- und Klimaschutz protestiert das „Wir haben es satt!“-Bündnis aus über 60 Organisationen am 22. Januar vor dem Bundestag. Seit 2011 gehen alljährlich zum Auftakt der „Grünen Woche“ Zehntausende unter dem Motto „Wir haben es satt – Essen ist politisch!“ auf die Straße. Pandemiebedingt wurde die Großdemonstration dieses Jahr noch einmal verschoben.

 

Für Rückfragen:

Saskia Richartz, „Wir haben es satt!“-Sprecherin, Mobil: 0177 890 50 54,
E-Mail: richartz[at]meine-landwirtschaft[dot]de

Ottmar Ilchmann, Vorsitzender Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Niedersachsen/Bremen, Tel.: 04967-334, Mobil: 0176 45 000 760, E-Mail: o.ilchmann[at]yahoo[dot]de

Marita Wiggerthale, Agrarexpertin bei Oxfam Deutschland e.V., Mobil: 0162 138 63 21, E-Mail: mwiggerthale[at]oxfam[dot]de

Tina Andres, Vorstandsvorsitzende Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Kontakt über Pressestelle: Tel.: 030 284 82 307, E-Mail: presse[at]boelw[dot]de

Rüdiger Jürgensen, Geschäftsführer Politik VIER PFOTEN, Kontakt über Pressestelle: Mobil: 0151 18 35 15 30, E-Mail: Oliver.Windhorst[at]vier-pfoten[dot]org

Martin Hofstetter, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace, Mobil: 0171 870 66 45, E-Mail: martin.hofstetter[at]greenpeace[dot]org

Pressekontakt:

Christian Rollmann, „Wir haben es satt!“-Pressesprecher, Tel.: 030 284 82 438‚
Mobil: 0151 512 45 795, E-Mail: presse[at]meine-landwirtschaft[dot]de

 

 
Pressekontakt:
Christian Rollmann
„Wir haben es satt!“-Pressesprecher
Tel.: 030-28482438, Mobil: 0151-51245795
E-Mail: presse[at]meine-landwirtschaft[dot]de

 

 

Pressemitteilung

FOTOS WEITER UNTEN

Megaställe stoppen – Bauernhöfe statt Tierfabriken!

„Wir haben es satt!“-Bündnis fordert klimagerechte Agrar- und Ernährungspolitik: Tierfabriken stoppen, Tierzahlen reduzieren, Fleischkonsum senken und Höfe retten

Berlin, 7.9.21. Mit Tiermasken verkleidete Demonstrant:innen fordern heute vor dem Bundestag: Bauernhöfe statt Tierfabriken! Vor der Bundestagswahl treten die Vertreter:innen des „Wir haben es satt!“-Bündnisses für eine zukunftsfähige Agrarpolitik ein. Konkret heißt das: Die nächste Bundesregierung muss die Abstockung der Tierzahlen bei gleichzeitigem Erhalt der Höfe voranbringen.

Der Brand in Alt Tellin, wo Ende März knapp 60.000 Schweine starben, ist nur die Spitze des Eisbergs des brandgefährlichen Billigfleisch-Systems. In der aktuellen Legislaturperiode gab es bundesweit bei 27 Bränden in Großstallanlagen über 240.000 tote Tieren. Trotz der gravierenden Brand- und Tierschutz-Bedenken sind derzeit 2,5 Millionen zusätzliche Tierplätze in Megaställen geplant. (1 | 2)

Diese Entwicklung steht nicht nur im krassen Widerspruch zum Tierschutz. Auch der vom Verfassungsgericht geforderte Klimaschutz und eine klimagerechte Ernährung lassen sich so nicht erreichen. Wissenschaftler:innen empfehlen eine Fleischreduktion von rund 70 Prozent, damit unsere Überlebensgrundlage auf dem Planeten gesichert wird. (3)

Reinhild Benning von der Deutschen Umwelthilfe sagt:
„In Deutschland sind 50 neue Megamastanlagen mit mehr als 2,5 Millionen Tierplätzen geplant. Wir fordern einen sofortigen Genehmigungsstopp für Tierfabriken. Die nächste Bundesregierung muss noch in den ersten 100 Tagen gesetzliche Regeln für Tierschutz und Luftreinhaltung definieren, damit Bäuerinnen und Bauern in den Umbau und die Abstockung der Tierzahlen investieren können. Eine staatliche Abgabe auf Fleisch aus Massentierhaltung muss zur Finanzierung der umbauwilligen Betriebe beitragen.“

Saskia Richartz, Sprecherin des „Wir haben es satt!“-Bündnisses, sagt:
„Die industrielle Tierhaltung ist fatal für die Tiere, das Klima und uns Menschen. Die Erdüberhitzung können wir nur mindern, wenn wir weniger Tiere besser halten und den Fleischkonsum massiv reduzieren. Wir fordern jetzt eine mutige Politik, die pflanzliche und fleischlose Alternativen auf die Teller bringt und den Umbau der Tierhaltung anpackt.“

Leo Kraus vom Arbeitskreis Alt Tellin (Mecklenburg-Vorpommern) sagt:
„Alt Tellin war eine Katastrophe mit Ansage. Knapp 60.000 Schweine verbrannten, weil der mecklenburgische Agrarminister Backhaus (SPD) die Tierfabrik allen Warnungen zum Trotz durchgewunken hat. Der Wiederaufbau dieses Megastalls muss verhindert werden. Stattdessen soll Alt Tellin zum Mahnmal gegen Massentierhaltung werden.“

Heinz-Günther Klass, Bauer aus Wiesenhagen in Brandenburg, sagt:
„Wir Bauern haben Tierfabriken satt! Tiere gehören auf die Weide und an die frische Luft, nicht in Megaställe. Wir brauchen jetzt einen klaren Fahrplan und finanzielle Unterstützung beim Umbau der Tierhaltung. Schluss mit der Politik für Konzerne! Stattdessen muss gelten: Jeder Hof zählt – Höfesterben stoppen!“

 

Für Rückfragen:

Reinhild Benning, Deutsche Umwelthilfe, Mobil: 0151 179 18 487, E-Mail: benning[at]duh[dot]de

Saskia Richartz, „Wir haben es satt!“-Bündnis, Mobil: 0177 890 50 54,
E-Mail: richartz[at]meine-landwirtschaft[dot]de

Leo Kraus, Arbeitskreis Alt Tellin, Mobil: 0157 888 75 901. E-Mail: info[at]provie-theater[dot]de

Heinz-Günther Klass, Bauer aus Wiesenhagen, Brandenburg, Mobil: 0163 685 37 98, E-Mail: klasswiesenhagen[at]posteo[dot]de

 
Pressekontakt:
Christian Rollmann
„Wir haben es satt!“-Pressesprecher
Tel.: 030-28482438, Mobil: 0151-51245795
E-Mail: presse[at]meine-landwirtschaft[dot]de

 

 

Fotos zur kostenfreien Nutzung

Fotos vom "Wir haben es satt!"-Protest gegen Megaställe am 7.9.21 zur kostenfreien Nutzung gegen Angabe der Quelle. Zum Download bitte auf das Bild klicken.

Quelle: Fabian Melber/www.wir-haben-es-satt.de

"Wir haben es satt!"-Protest: Bauern-, tier- und umweltfeindliche Agrarpolitik im Wahljahr abwählen!

Agrarwende-Bündnis fordert in Berlin zukunftsfähige Agrarpolitik / „Aktion Fußabdruck“ – 10.000 Menschen stimmen mit den Füßen für Höfe, Tiere und Umwelt ab

Berlin, 16.01.21. Mit ihren Fußabdrücken fordern rund zehntausend Menschen heute in Berlin die Agrarwende. Zum Auftakt des Superwahljahres trägt das „Wir haben es satt!“-Bündnis ein Meer aus Fußabdrücken vor das Kanzler*innenamt. So demonstriert die Agrarwende-Bewegung pandemiekonform für eine Politik, die Höfen, Tieren und der Umwelt eine Zukunft gibt. „Agrarindustrie abwählen – Agrarwende lostreten!“ lautet die Botschaft vor dem Amtssitz von Kanzlerin Merkel. 

Saskia Richartz, „Wir haben es satt!“-Sprecherin, sagt im Namen der 60 Bündnis-Organisationen: „Billiges Essen ist eine Sackgasse, die weder die Landwirtschaft noch die Verbraucher*innen weiterbringt. Julia Klöckner versagt als Agrarministerin und macht eine Politik auf Kosten von Höfen, Tieren und Umwelt. Die CDU gehört nach 15 Jahren miserabler Agrarpolitik abgewählt. Wir fordern: Höfesterben stoppen, Umbau der Tierhaltung fördern, Pestizidausstieg vorantreiben und ein klares Nein zur Gentechnik und zum EU-Mercosur-Abkommen.“ 

Statt für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft auf die Straße zu gehen, beteiligten sich in diesem Jahr rund 10.000 Menschen – kreativ und ausdrucksstark – von zu Hause aus: Sie schickten unzählige Fuß- und Stiefelabdrücke sowie Treckerspuren mit Forderungen nach Berlin. „Insekten retten“, „kleinbäuerliche Strukturen statt Agrarsteppen“, „lieber Gülle am Schuh als CDU“ oder „Bewegungsfreiheit auch für Schweine“ ist im Regierungsviertel zu lesen. Besonders eindrucksvoll: Eine Familie aus Hamburg hat Agrarwende-Botschaften von vier Generationen – von drei bis 93 Jahre – eingesandt.

Schon am Vormittag hatte eine Delegation von Bäuerinnen und Bauern aus Berlin und dem Umland vor der CDU-Zentrale ihrem Ärger über 15 Jahre verfehlte Unions-Agrarpolitik bei einer Protestkundgebung Luft gemacht.

Sandra Finke-Neuendorf, Bäuerin aus Blankenfelde bei Berlin, die im Traktor-Konvoi mitfuhr, sagt: „Dumpingpreise, Klimakrise und Artensterben zwingen uns alle zu Veränderungen. Wir Bäuerinnen und Bauern sind bereit, unseren Beitrag zu leisten. Von Ministerin Klöckner erwarten wir endlich die notwendigen Rahmenbedingungen. Gerechte Erzeugerpreise und ein ernsthafter Systemwechsel in der Agrarpolitik sind unabdingbar."


Hintergrund:

Konventionell und ökologisch wirtschaftende Bäuer*innen kämpfen im „Wir haben es satt!“-Bündnis im Schulterschluss mit der Gesellschaft gegen die fatalen Auswirkungen der intensiven industriellen Landwirtschaft. Gemeinsam zeigt das Bündnis Wege für eine bäuerliche Landwirtschaft auf, die mit mehr Umwelt-, Tier- und Klimaschutz auch auf breite Zustimmung in der Bevölkerung stößt und den Bauernhöfen wirtschaftliche Perspektiven bietet. www.wir-haben-es-satt.de


Fotos vom Protest ab ca. 13 Uhr in druckbarer Qualität weiter unten.http://www.wir-haben-es-satt.de/presse


Pressekontakt:
Christian Rollmann
„Wir haben es satt!“-Pressesprecher
Tel.: 030-28482438, Mobil: 0151-51245795
E-Mail: presse[at]meine-landwirtschaft[dot]de

 

Statements von Redner*innen

 

Gottfried Erves, Bio-Bauer und bundespolitischer Sprecher von Biokreis:

"Wir stehen an einem Wendepunkt: Die Politik muss jetzt die richtigen Weichen stellen, damit wir Bäuerinnen und Bauern uns um Klimaschutz, Artenvielfalt und gesunde Böden kümmern können. Denn eines ist klar: Die Landwirtschaft der Zukunft muss nachhaltig sein!"


Lena Bassermann
von INKOTA:

„Wir brauchen endlich gerechte, gesunde und nachhaltige Ernährungssysteme – und zwar weltweit. Deshalb fordern wir: Giftexporte stoppen. Wenn ein Pestizidwirkstoff in Europa verboten ist, weil er Menschen oder Umwelt schadet, warum sollte er dann exportiert werden dürfen? Wir brauchen ein Ende von Doppelstandards in der Pestizidvermarktung und ein konsequentes Verbot für den Export.“


Elisabeth Fresen
, Mutterkuhhalterin und Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL):

„Wir tragen heute auch die Proteste für faire Erzeuger*innenpreise der vergangenen Wochen nach Berlin. Bäuerinnen und Bauern fordern gemeinsam mit der Gesellschaft von Frau Klöckner eine andere Agrarpolitik. Es braucht ein Marktkriseninstrument für faire Preise, einen qualifizierten Welthandel, gemeinwohlorientierte Agrarzahlungen und Zugang zu Land für Existenzgründer*innen.“


Cengiz Jiménez Laux
von Yeşil Çember:

„Wie kann es sein, dass Profit wichtiger ist als die Gesundheit von Menschen? Wir benötigen dringend eine Vorgabe zur Gesamtmenge von Pestizidrückständen, die auf unseren Lebensmitteln vorhanden sein dürfen. Lasst uns 2021 gemeinsam die profitorientierte Agrarindustrie abwählen.“


Jörg-Andreas Krüger, Präsident des Naturschutzbund Deutschland (NABU):

„Auch im vergangenen Jahr gab es keine Richtungsänderung in der Landwirtschaft, weil die GAP-Reform auf europäischer Ebene gescheitert ist. Deutschland muss nun bei der nationalen Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik mehr Raum für Natur und Artenvielfalt schaffen und dafür sorgen, dass Landwirt*innen angemessen für ökologische Leistungen bezahlt werden.“


Olaf Bandt, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):

„Niedrige Preise machen es den Bäuerinnen und Bauern schwer, auf die gesellschaftlichen Forderungen nach mehr Umweltschutz und Tierwohl zu reagieren. Frau Klöckner muss politisch umsteuern und die Ergebnisse des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung umsetzen. Nur so kann eine artgerechte Tierhaltung eine verlässliche finanzielle Grundlage bekommen.“

Reinhild Benning von der Deutschen Umwelthilfe (DUH):

„Antibiotikaresistenzen auf jedem 2. Hähnchen von Geflügelkonzernen wie Wiesenhof stellen ein massives Gesundheitsrisiko dar. Wählbar ist nur, wer der Gesundheit von Mensch und Tier per Gesetz Vorrang gibt vor Konzerninteressen.“

Thomas Schröder, Präsident Deutscher Tierschutzbund:

„Unser Kampf gegen ein tierfeindliches System geht weiter – trotz Corona. Wir werden das Superwahljahr dafür nutzen, um klarzustellen: Nur die, die mit uns gemeinsam einen Systemwechsel in der Agrarwirtschaft fordern, sollen auch in die Parlamente einziehen. Ein „Weiter so“ kann und darf es nicht geben.“


Anke Kähler
, Bäckermeisterin und Vorstand Die Freien Bäcker:

„Mit der Aktion BODEN-BROT treten wir gezielt dem Verlust von Boden und Bodenfruchtbarkeit entgegen. Land und Boden gehören in die Hände von Bäuerinnen und Bauern, damit sie Humus aufbauend ackern können. Nur wenn sie dafür fair entlohnt werden, können wir – mit Biodiversität in und auf dem Boden – für Vielfalt im Brotregal sorgen.“


Rüdiger Jürgensen, Geschäftsführer VIER PFOTEN Deutschland:

„Die derzeitige Agrarpolitik führt in die Sackgasse. Leidtragende sind die Tiere, die Umwelt, aber auch bäuerliche Betriebe. Leichte Kurskorrekturen reichen nicht mehr. Nötig ist eine Tierschutz- und Agrarwende: Weniger Tiere, jedem Tier ein artgemäßes Leben und Schluss mit dem verheerenden Fokus auf Export.“


Johann Lütke Schwienhorst
, Imker und Agrarreferent der Aurelia Stiftung:

„Im Fall der Zulassungen von Neonicotinoiden wägt Ministerin Klöckner wieder einmal völlig einseitig wirtschaftliche Interessen der Agrarindustrie gegen den dringend notwendigen Schutz der Bienen und Biodiversität und die Interessen der Imker*innen ab. Wer der Biene derart schadet, gehört abgewählt!“


Jan Göldner von der Naturschutzjugend (NAJU):

"Wir, die Jugendverbände, die ein gemeinsames Zukunftsbild der Landwirtschaft entworfen haben, fordern eine Umkehr zu einer Gemeinwohl-orientierten Wirtschaftsweise, welche sogleich das Wohl und die Bedürfnisse der Erzeuger*innen ebenso wie der Verbraucher*innen berücksichtigt."

 

 

Fotos zur kostenfreien Nutzung

Fotos vom "Wir haben es satt!"-Protest am 16.1.21 zur kostenfreien Nutzung gegen Angabe der Quelle. Zum Download bitte auf das Bild klicken.

Quelle: Nick Jaussi/www.wir-haben-es-satt.de

Pressemitteilung

Im Wahljahr für den agrarpolitischen Umbruch: Bauernfeindliche Politik beenden – Landwirtschaft krisenfest machen

Höfesterben, Artenschwund und Tierfabriken stoppen / Agrarwende-Protest am 16.1. in Berlin / „Aktion Fußabdruck“ – Tausende beteiligen sich am Protest auf Distanz

Berlin, 13.01.21.Wenige Tage vor dem „Wir haben es satt!“-Protest am Kanzleramt fordern 60 Organisationen aus Landwirtschaft und Gesellschaft eine grundlegende Wende in der Agrar- und Ernährungspolitik. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat nach fast vier Jahren im Amt kaum Nennenswertes vorzuweisen – außer einer bauern- und umweltfeindlichen Politik. Die rückwärtsgewandte Haltung Deutschlands bei den Verhandlungen zur EU-Agrarreform (GAP) beweisen: Klöckner ist nicht Willens, den gesellschaftlich gewollten Umbau der Landwirtschaft voranzubringen. Im Superwahljahr muss die Landwirtschaftspolitik enkeltauglich werden, denn nur so haben Höfe, Tiere und das Klima eine Zukunft.

„Bleibt Zuhause!“, sagt das Bündnis wegen der Pandemie und ruft mit der „Aktion Fußabdruck“ zum Protest auf Distanz auf. Tausende Menschen schicken dieser Tage ihre Fußabdrücke nach Berlin, wo diese am Samstag vor dem Kanzleramt eindrucksvoll in Szene gesetzt werden. Bäuer*innen mit Traktoren und Imker*innen mit Rauchtöpfen repräsentieren die Agrarwende-Bewegung bei dem Protest am Amtssitz von Kanzlerin Merkel – und komplettieren so das imposante Bild, das durch das Meer an Fußabdrücken entsteht.

Saskia Richartz, „Wir haben es satt!“-Sprecherin, sagt:

„Nach 15 Jahren CDU/CSU im Agrarministerium ist der Reformstau verheerend. Das politische Versagen lässt sich an der Zahl der geschlossenen Höfe und verschwundenen Insekten ablesen. Zur Bundestagswahl formulieren wir fünf Messlatten für eine krisenfeste Landwirtschaft. Wir fordern: Steuergelder nur für den Umbau der Landwirtschaft, weniger Tiere besser halten, Höfesterben stoppen, Pestizideinsatz halbieren und Nein zum EU-Mercosur-Abkommen.“

Elisabeth Waizenegger, Milchbäuerin aus dem Allgäu, von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sagt:

"Das unionsgeführte Agrarministerium hat zu verantworten, dass seit 2005 130.000 Höfe schließen mussten. Dumpingpreise und Höfesterben haben wir satt! Die aktuellen Bauerndemonstrationen bei Lebensmitteleinzelhandel und Großmolkereien zeigen die verzweifelte Situation auf vielen Höfen. Wir Bäuerinnen und Bauern sind bereit für Klima-, Arten- und Tierschutz, wenn wir faire Erzeugerpreisen bekommen und unsere Leistungen durch eine bessere EU-Subventionspolitik honoriert werden.

Volker Krause von der Bohlsener Mühle und dem Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) sagt:

„In der Lebensmittelbranche sehen wir, dass immer mehr Leute zu gut erzeugtem Essen greifen. Doch die Politik versagt, wenn sie die Verantwortung auf die Verbraucher abwälzt. Für Klima- und Artenschutz und nicht zuletzt zum Schutz vor künftigen Pandemien brauchen wir ein zukunftsfähiges Ernährungssystem. Der sozial-ökologische Umbau der Land- und Lebensmittelwirtschaft muss daher beschleunigt und das EU-Ziel von 25 Prozent Bio-Anbaufläche bis 2030 umgesetzt werden."

Johannes Specht von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) sagt:

„Wir begrüßen das Verbot von Werkverträgen in der Fleischindustrie, für das wir seit langem gekämpft haben. Das ist ein wichtiger Schritt für viele zehntausend Menschen, die in der Branche arbeiten. Doch jetzt muss es weitergehen: Wir wollen in Tarifverhandlungen deutlich höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen erreichen. In der Fleischbranche sehen wir die Umsetzung ökologischer Nachhaltigkeit nur, wenn auch die soziale Ausbeutung gestoppt wird.“

 

„Wir haben es satt!“-Protest – Terminübersicht

  • Samstag, 16.01.21, 12 Uhr: „Wir haben es satt!“-Protest inkl. „Aktion Fußabdruck“. Motto: „Agrarwende lostreten, Agrarindustrie abwählen!“ Ort: Bundeskanzleramt, Willy-Brandt-Straße 1, 10557 Berlin.
  • Samstag, 16.01.21, 10 Uhr: Protest der Bäuer*innen mit ihren Traktoren vor der CDU-Zentrale. Ort: Konrad-Adenauer-Haus (CDU-Bundesgeschäftsstelle), Klingelhöferstraße 8, 10785 Berlin.
  • Digitales Rahmenprogramm:
    Freitag, 15.01.21, 18-23 Uhr, Schnippeldisko – Topf, Tanz, Talk digital.
    Samstag, 16.01.21, 15:30-19:00 Uhr, Soup & Talk – 5-Minuten-Talks zu guter Landwirtschaft. Weitere Infos: www.wir-haben-es-satt.de/programm

 

Hintergrund:
Für eine bäuerliche Landwirtschaft mit mehr Umwelt-, Tier- und Klimaschutz protestiert das „Wir haben es satt!“-Bündnis aus rund 60 Organisationen am 16. Januar vor dem Kanzleramt. Seit 2011 gingen alljährlich zum Auftakt der „Grünen Woche“ Zehntausende unter dem Motto „Wir haben es satt – Essen ist politisch!“ auf die Straße. Wegen der Pandemie hat das Bündnis in diesem Jahr die „Aktion Fußabdruck“ ins Leben gerufen, dank der Protest für die Agrarwende auf Distanz möglich ist.

 

Forderungen des „Wir haben es satt!“-Bündnisses im Superwahljahr:

  • Höfesterben beenden – Bäuer*innen beim Umbau der Landwirtschaft unterstützen!
  • Tierfabriken stoppen – Stallumbau fördern & Tierzahlen reduzieren!
  • Klimakrise bekämpfen – Fleischkonsum senken & gesunde Böden sichern!
  • Pestizidausstieg angehen & Gentechnik stoppen – Gesundheit & Insekten schützen!
  • EU-Mercosur-Abkommen in die Tonne – Menschenrechte statt ungerechte Handelsabkommen!

Weitere Informationen: www.wir-haben-es-satt.de

 

Für Rückfragen:

Saskia Richartz, „Wir haben es satt!“-Sprecherin, E-Mail: richartz[at]meine-landwirtschaft[dot]de, Mobil: 0177-890 50 54

Elisabeth Waizenegger, Milchsprecherin im Bundesvorstand der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), E-Mail: rewaizen[at]posteo[dot]de, Telefon: 08330-1413

Volker Krause, Geschäftsführer Bohlsener Mühle und Vorstand des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), E-Mail: v.krause[at]bohlsener-muehle[dot]de, Mobil: 0171-990 65 39

Johannes Specht, Leiter der Tarifabteilung, Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), E-Mail: Johannes.Specht[at]ngg[dot]net, Mobil: 0151-126 712 79

 

Pressekontakt:

Christian Rollmann
„Wir haben es satt!“-Pressesprecher
Tel.: 030-284 82 438
Mobil: 0151-512 45 795
E-Mail: presse[at]meine-landwirtschaft[dot]de

Presseinformation

"Wir haben es satt!"-Protest: "Agrarindustrie abwählen!"

Corona-gerechter Protest für Agrarwende am 16.01.21 in Berlin / Teilnahme von Zuhause durch „Aktion Fußabdruck“ möglich

Berlin, 4.12.2020.
Am 16. Januar 2021 findet der nächste große Protest für die Agrar- und Ernährungswende in Berlin statt. Das „Wir haben es satt!“-Bündnis, das normalerweise Zehntausende zum Auftakt der „Grünen Woche“ auf die Straße bringt, protestiert dieses Mal Corona-gerecht im Regierungsviertel. Selbstgemalte Schilder, kreative Kostüme und starke Botschaften – so verleiht die Bewegung für die Agrarwende ihren Forderungen bei einer Kundgebung vor dem Kanzleramt Nachdruck.

Aufgerufen von rund 60 Organisationen aus Landwirtschaft und Gesellschaft fordert das Bündnis im Januar eine zukunftsfähige Agrarpolitik. Die Protestveranstaltung, die zum Auftakt des Superwahljahres mit sechs Landtags- und der Bundestagswahl stattfindet, steht unter dem Titel: „Agrarindustrie abwählen – Agrarwende lostreten!“

Um Protest auch zu Pandemie-Zeiten zu ermöglichen, hat sich das Bündnis eine besondere Mitmach-Möglichkeit überlegt: Die „Aktion Fußabdruck“. Hierfür wird der Abdruck des eigenen Fußes oder Schuhs mit einer Forderung versehen und nach Berlin geschickt. Am Kanzleramt werden die Abdrücke dann in Szene gesetzt und es entsteht ein eindrucksvolles Protestbild.

„Wir haben es satt!“-Sprecherin Saskia Richartz sagt:

„Die bauern-, tier- und umweltfeindliche Agrarpolitik muss im kommenden Jahr abgewählt werden. Diegescheiterte EU-Agrarreform, das fortschreitende Höfe- und Artensterben und das katastrophale Abkommen mit den Mercosur-Staaten zeigen, wie das unionsgeführte Landwirtschaftsministerium die Agrarindustrie hofiert. Dass die nötigen Umbaumaßnahmen in der Landwirtschaft nicht angegangen werden, zerstört Existenzen und unsere Umwelt. Wir verlangen einen Rettungsplan für Bauernhöfe und Insekten und einen echten Politikwechsel.“

 

Terminhinweis:

„Wir haben es satt!“-Protest: „Agrarindustrie abwählen – Agrarwende lostreten!“

Zeit:    Samstag, 16. Januar 2021, 12 Uhr
Ort:     Bundeskanzleramt, Willy-Brandt-Straße 1, 10557 Berlin

Programmpunkte: „Aktion Fußabdruck“, Imker- & Traktorenprotest

Am Vormittag: Traktorkonvoi und Protest der Bauern und Bäuerinnen (10 Uhr, CDU-Bundesgesch)

 

Die Forderungen im Wahljahr:

  1. Höfesterben beenden – Bäuer*innen beim Umbau der Landwirtschaft unterstützen!
  2. Tierfabriken stoppen – Stallumbau fördern & Tierzahlen reduzieren!
  3. Klimakrise bekämpfen – Fleischkonsum senken & gesunde Böden sichern!
  4. Pestizidausstieg angehen & Gentechnik stoppen – Gesundheit & Insekten schützen!
  5. EU-Mercosur-Abkommen in die Tonne – Menschenrechte statt Freihandelsabkommen!

ZUM AUFRUF

 

Hintergrund:
Unter dem Motto „Wir haben Agrarindustrie satt!“ demonstrieren seit 2011 im Januar zehntausende Menschen – Bäuer*innen, Lebensmittelhandwerker*innen, Tier-, Umwelt- und Naturschützer*innen, Aktive der Entwicklungszusammenarbeit, engagierte Jugendliche und viele mehr – kraftvoll, bunt und lautstark auch bei eisigen Temperaturen in Berlin. Gemeinsam treten sie ein für eine Landwirtschaft, in der Tiere artgerecht gehalten werden, Umwelt und Klima geschützt werden, gutes Essen für alle erzeugt wird und Bäuer*innen faire Preise für ihre Produkte erhalten.

WEITERE INFOS

 

 

Pressekontakt:

Christian Rollmann
„Wir haben es satt!“-Pressesprecher
Mobil: 0151-512 45 795
E-Mail: presse[at]meine-landwirtschaft[dot]de

Alle Pressemitteilungen im Überblick