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Pressemitteilung

25. Juni 2025


Pressemitteilung

10. Juli 2025


Zukunftsfähige Landwirtschaft nicht wegschieben!

„Wir haben es satt!“-Bündnis fordert bei Treffen deutscher Agrarminister*innen: Umwelt- und Tierschutz für Bäuer*innen wirtschaftlich machen!

Berlin, 10. Juli 2025: Das Bündnis „Wir haben es satt!“ – ein Zusammenschluss aus Bäuer*innen, Verbraucher*innen sowie Organisationen der Umwelt-, Tier- und Klimaschutzbewegung – protestiert heute gegen weitere Rückschritte in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU. Anlass ist die „Sonder-Agrarministerkonferenz“ in Berlin, bei der sich die deutschen Agrarminister*innen auf eine gemeinsame Position zur GAP nach 2027 verständigen wollen. Dem Artensterben und der Klimakrise zum Trotz wurden in den vergangenen beiden Jahren unter dem Deckmantel der Entbürokratisierung wichtige ökologische Mindeststandards der GAP drastisch abgesenkt. Mindestens eine Million Hektar Agrarflächen zum Schutz der Biodiversität wurden in der EU bereits 2024 aufgegeben – das entspricht der Fläche von ca. 1,4 Millionen Fußballfeldern. Geht es nach der EU-Kommission, soll noch in diesem Jahr der Schutz des Dauergrünlandes so reduziert werden, dass rund 125 Millionen Tonnen zusätzliches CO2 freigesetzt werden. Der Schaden beschränkt sich dabei nicht allein auf den Umwelt-, Klima- und Tierschutz: Ausgerechnet die Bäuer*innen, die bereits heute besonders ressourcenschonend wirtschaften und ihre Tiere besonders artgerecht halten, werden wirtschaftlich geschwächt. Diese Entwicklung wird durch eine weiterhin extrem ungerechte Verteilung der Agrar-Gelder nochmals verstärkt. Nach wie vor gilt das Motto: Wer viel Land hat, bekommt viele Fördermittel.

Unter der Überschrift „Zukunftsfähige Landwirtschaft nicht wegschieben – Umwelt- und Tierschutz für Bäuer*innen wirtschaftlich machen!“ fordert das „Wir haben es satt!“- Bündnis von den Agrarminister*innen der Länder sowie dem ebenfalls an der Konferenz in der NRW-Landesvertretung in Berlin teilnehmenden Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU):
• Umwelt-, Klima- und Tierschutz müssen sich für Bäuer*innen lohnen – Ökoregelungen sowie Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen ausbauen statt abschaffen!
• Für gerechte Erzeuger*innenpreise – Bäuer*innen am Markt stärken statt ausbremsen, Vertragspflicht umsetzen!
• Für eine sozialverträgliche Agrarpolitik – Fördergelder endlich gerecht vergeben statt nach dem Gießkannenprinzip!
• Fördergelder nur für gute ökologische, soziale und Tierschutzstandards – Grundanforderungen effizient gestalten statt permanent schleifen!

Fakt ist: Zwischen 2021 und 2027 wird die EU rund 385 Milliarden Euro ihres Haushalts in die Landwirtschaft investiert haben – das ist ein Drittel ihres Budgets. Trotz vieler Lippenbekenntnisse hat eine Ausweitung der Fördermittel für konkrete Maßnahmen von Bäuer*innen im Umwelt-, Klima- und Tierschutz nicht stattgefunden.


Fotos von der Aktion zur "Sonder-Agrarministerkonferenz" 2025:
https://flic.kr/s/aHBqjCj5fQ 


Jan Greve
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mobil: 0157 55 86 05 77
E-Mail: presse[at]meine-landwirtschaft[dot]de

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25. Juni 2025