Agrarindustrie bekommt nasse Füße

Schlecht kopierte Gegenkampagne am Demotag


Wie groß die Wirkung unserer Demonstration auf die Adressaten der Agrarindustrie ist, lässt sich anhand einer off-the-hook-Anzeigenkampagne sehen, welche die Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft e.V. (FNL) am Demotag startete.

Hinter der FNL verbirgt sich - anders als der Name vermuten ließe - ein Zusammenschluss des konventionellen Deutschen Bauernverbandes e.V. (DBV) mit großen Chemiekonzernen wie BASF, Bayer, Monsanto etc. So ist Gerd Sonnleitner, Vorsitzender des DBV, gleichzeitig Vorsitzender der FNL. Die FNL ist auch Veranstalter des "ErlebnisBauernhofes" auf der Grünen Woche.

Als Reaktion auf unseren Demoaufruf ließ die FNL am 22. und 23.01. also ganzseitige Anzeigen in großen Berliner Tageszeitungen abdrucken, womit sie BürgerInnen ihrerseits dazu aufrief, am Demotag die Grüne Woche zu besuchen.

Wie sehr diese Anzeigenkampagne sich auf die "Wir haben es satt!"-Demo bezieht, zeigt sich an dem gewählten Motto der Anzeige, in dem die FNL den Demo-Slogan zu "Wir machen Menschen satt!" umformuliert. Entsprechend wird auch unser Demo-Logo mit dem leeren Teller zu einem mit Kotelett und Brötchen gefüllten Teller abgeändert.
Inhaltlich greift die Anzeige die weltweite Hungerproblematik auf und stellt technisch-wissenschaftliche Innovation als einzigen Lösungsweg dar.

- Wir können diesen argumentativ wie kommunikationsstrategisch recht schwachen "Gegenangriff" nur als unseren Erfolg verbuchen, der unterstreicht, dass die Botschaft angekommen ist!

 

Deutsches Billigfleisch
Die kritische Masse

Frankfurter Rundschau, 21. Januar 2011

Die Menschen haben die Massentierhaltung von Hühnern und Schweinen satt. Der Widerstand gegen die Agrarfabriken wächst - in der Uckermark, im Münsterland und anderswo. Am Wochenende werden Tausende in Berlin zu einer Großdemo aufmarschieren.

Die Schweine sind noch nicht da, Frau Wolf weiß nicht, wann sie kommen. Früher oder später, es ist ihr inzwischen fast egal. Sie wird so oder so weiter kämpfen. Sie kann nicht anders.

Sie steht jetzt vor einem Trümmerhaufen. Eine kleine Frau von 59 Jahren, hager und trotzig. Da drüben, sagt sie, wird bald schon ein Maststall gebaut, 185 Meter lang, „das muss man sich mal vorstellen“. Hinter ihr sind zwei schwarze Gülle-Silos in die Höhe gewachsen, sie stehen fast im Wasser: Seit der Schneeschmelze ist die Annaburger Heide vorübergehend eine Seenlandschaft. Aber so ruhig, wie es jetzt ist, wird es nicht bleiben. Gerbisbach in Sachsen-Anhalt erwartet Zuwachs. Neben den 240 Menschen wohnen hier bald 30.000 Schweine [...].

Diesen Artikel finden Sie online unter www.fr-online.de

"Wir haben es satt"

 


Radio Bamberg, 21. Januar 2011

Nein zu Massen-Tierhaltung und Gentechnik: Der Bund Naturschutz Bamberg-Forchheim fährt zu einer Demo nach Berlin.

Unter dem Motto „Wir haben es satt“ wollen dort morgen Gruppen aus ganz Deutschland gegen Tierfabriken und Gentechnik protestieren.

Der Bus des Bund Naturschutzes startet in Bamberg um 5 Uhr 45 auf dem Park und Ride Platz an der Breitenau und in Erlangen um 6 Uhr am Busbahnhof.
Wer mit will, sollte sich vorher beim Bund Naturschutz anmelden, Tel.: 0951 5190611.   

Den Artikel online unter www.kanal8.de

Anstand satt

 

Die Zeit, 20. Januar 2011

von Frank Drieschner

Wird es dem Kotelett ergehen wie der Zigarette? Die Folgen des Dioxinskandals für die Massentierhaltung.

Für 27 Millionen deutscher Schweine gibt es Hoffnung. Natürlich wird sich ihr Dasein nicht sofort verbessern. Aber immerhin das lässt sich mit einiger Sicherheit sagen: Die Enkel oder wenigstens die Urenkel der Zuchttiere unter ihnen werden es einmal besser haben.

Woher man das weiß? Aus einer Marktuntersuchung der Fleischindustrie, deren Gegenstand der ärgste Feind der Schweine ist, der Verbraucher. Er wandelt sich gerade. Ein »mengenorientierter Fleischkonsum«, heißt es in der Studie, sei »out«. Noch nicht überall, aber dort, wo es besonders wichtig ist: »In den gesellschaftlichen Leitmilieus.«

[...]

Man könnte die Demonstration am kommenden Wochenende einen Aufstand der Anständigen nennen. Treffpunkt ist der Berliner Hauptbahnhof, am Samstag um 12 Uhr.

Diesen Artikel finden Sie online unter www.zeit.de

Gentechnik und Ökolandbau: Demo in Berlin, neue Ideen in Kalifornien

 

transgen.de, 20. Januar 2011

 

Unter dem Motto „Wir haben es satt“ wird während der „Grünen Woche“ in Berlin unter anderem gegen Gentechnik in der Landwirtschaft demonstriert. Während die Diskussion darüber in Europa festgefahren ist, hat in den USA ein Buch die Bestsellerlisten erobert, das für die Kombination von ökologischer Landwirtschaft und Grüner Gentechnik plädiert.

Anlässlich der „Grünen Woche“ haben zahlreiche Umwelt- und Verbraucherorganisationen zu einer Demonstration aufgerufen, weil sie eine Tendenz zu einer immer stärkeren Industrialisierung der Landwirtschaft sehen. Der Aufruf richtet sich gegen Grüne Gentechnik, Patentierung lebender Organismen, Massentierhaltung, Spekulation mit Lebensmitteln und Agrarexporte in Entwicklungsländer, die die lokalen Märkte zerstören.

In der deutschen und europäischen Diskussion wird Gentechnik zumeist – wie auch hier - mit der Kontrolle der Landwirtschaft durch eine global agierende Agrarindustrie gleichgesetzt. Eine völlig andere Sichtweise wird in einem Buch vertreten, das 2010 in den USA zu den Top10-Bestsellern bei den Wissenschaftsbüchern zählte: Tomorrow`s Table von Pamela Ronald und Raoul Adamchak [...].

Den gesamten Artikel finden Sie online unter www.transgen.de

Gen-Technik im Hühnerfutter

 

Ostsee-Zeitung, 20. Januar 2011

Reriks BUND-Chef Andreas Schwienhorst warnt vor Gen-Technik-Produkten in Futtermitteln: „Obwohl sie niemand will, liegen die genmanipulierten Produkte im Landkreis schon längst auf dem Tisch.“

Rerik (OZ) - Im Landkreis Bad Doberan ist die Gentechnik schon längst angekommen“, sagt der Vorsitzende der Ortsgruppe Salzhaff-Rerik des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Dr. Andreas Schwienhorst. Er warnt: „Trotz der seit 2004 geltenden Kennzeichnungspflicht für Lebens- und Futtermittel landen Teile von gentechnisch veränderten Pflanzen unbemerkt auf dem eigenen Teller.“ Der Grund: Der überwiegende Teil des im Handel befindlichen Hühnerfutters enthält Soja oder Mais von gentechnisch veränderten Pflanzen. „Das bemerken die Hühnerhalter nur selten“, sagt Schwienhorst [...].

Diesen Artikel finden Sie online unter www.ostsee-zeitung.de

Mit Bio-Schweinen gegen verfehlte Agrarpolitik

 

Proplanta, 20. Januar 2011

Stuttgart/Hohenheim - Mit Schweinen vor dem Kanzleramt protestierte gestern ein Biobauer gegen die derzeitige Agrarpolitik. Das Demonstrationsbündnis "Wir haben es satt!" ruft zur Protestaktion am nächsten Samstag auf.

Das Demonstrationsbündnis "Wir haben es satt!" setzte gestern mit einer Protestaktion ein Zeichen für ein Umdenken in der Agrarpolitik. Während im Kanzleramt der Aktionsplan zur Verbesserung der Futtermittel- und Lebensmittelsicherheit als Konsequenz aus dem Dioxin-Skandal beschlossen wurde, trieb ein Biobauer seine Schweine vor das Gebäude. Sie unterstützten die Forderung nach einem Systemwechsel in der Agrarpolitik - weg von der industrialisierten Tierhaltung zu mehr bäuerlicher Landwirtschaft und Biolandbau. Proplanta war vor Ort, Fotos der Veranstaltung sind jetzt in der Proplanta-Bildergalerie zu finden [...].

Diesen Artikel finden Sie online unter www.proplanta.de

Wir haben es satt

Gegen Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Export


Redaktion von politik.de, 20. Januar 2011

Der jüngste Dioxin-Skandal hat Landwirtschaft und Tiermastanlagen ein weiteres Mal in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Die industrielle und massenhafte Produktion von Lebensmitteln birgt viele Gefahren für den Verbraucher in sich. Die bisherigen Kontrollen reichen offenbar nicht aus, um die Qualität von Nahrungsmitteln sicherzustellen. Wir stellen Ihnen heute eine Kampagne vor, welche die Produktion von Lebensmitteln radikal verändern will.

Ein breites Bündnis aus Umwelt- und Bioverbänden, Tierschutz- und Entwicklungshilfeorganisationen hat die Initiative „Wir haben es satt“ ins Leben gerufen. Sie wendet sich gegen eine Industrialisierung der Landwirtschaft, im Speziellen gegen Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporte. Die von der Politik unterstützte industrielle Lebensmittelproduktion soll stattdessen durch eine bäuerlich ökologische Landwirtschaft ersetzt werden [...].

Den Artikel gibt's online unter www.politik.de

Greenpeace: Wir haben es satt!

 

HL-live.de, 20. Januar 2011

Die Lübecker Greenpeace Mitglieder machen ihre Meinung an der Walli, im Museumshafen und in der Wahmstraße deutlich: "Wir haben es satt!" Damit will die Organisation für eine große Demo am Samstag in Berlin werben.

Die Nachfrage nach billigeren und größeren Mengen an Lebensmitteln habe fatale Folgen, so Greenpaece. Die starken Subventionen auf Nahrungsmittel sorgten für riesige Produktionsmengen, die in südliche Länder exportiert und unter dem lokalen Marktwert verkauft würden. Die regionale Wirtschaft werde dadurch gehemmt [...].

Den ganzen Artikel finden Sie online unter www.hl-live.de

"Wir haben es satt", Bürger demonstrieren für Öko Landwirtschaft

 

Suite101.de, 20. Januar 2011
von Monika Hermeling

Am 22. Januar 2011 demonstrieren in Berlin Verbraucher und Mitglieder der Öko-Verbände für eine bäuerlich ökologische Landwirtschaft in Europa und weltweit.

Lebensmittelskandale verunsichern auch im Jahr 2010/2011 die Verbraucher. Diese fordern schon lange Lebensmittel, die diesen Namen auch verdienen. Viele der Konsumenten setzen in ihrem Kaufverhalten darum auf Bio. Trotz einer hohen Nachfrage verliert Deutschland, wenn man der von den GRÜNEN vorgestellte Studie der Universität Bonn Glauben schenkt, den Anschluss an eine positive Entwicklung der ökologischen Landwirtschaft. Es ist ratsam, so Hans Hohenester, Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzender, dass die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner und Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Rahmenbedingungen für den Öko-Landbau positiv verändern und damit „das Steuer in letzter Sekunde, zu Gunsten einer Ökologischen Landwirtschaft, herumreißen“. Wie die steigende Nachfrage nach gesunden Lebensmitteln belegt, lohnt es sich, auch für deutsche Landwirte, Händler und Verbraucher, den Trend zur nachhaltigsten Form der Landwirtschaft zu befürworten. Landwirte fragen sich verstärkt, ob Junglandwirte eine berufliche Zukunft haben. und warum die Landwirtschaft in neuerer Zeit als ökologische Gefahr angesehen wird.
Für eine besser funktionierende Agrarpolitik demonstrieren? [...]

Vollständigen Artikel auf Suite101.de lesen

Gerbisbacher bei Großdemonstration

 

Mitteldeutsche Zeitung, 19. Januar 2011
VON FRANK GROMMISCH

GERBISBACH/MZ. Der Initiativkreis gegen die geplante Schweinefabrik Gerbisbach (Stadt Jessen) wird sich am kommenden Sonnabend an einer Großdemonstration in Berlin beteiligen. Unter dem Motto "Wir haben es satt" soll dort gegen Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporte sowie die Agrarpolitik der Bundesregierung protestiert werden, berichtete Gabriele Wolf, Sprecherin des Gerbisbacher Initiativkreises und Jessener Stadträtin (BBP - Bürgerinitiative Jessen) [...].

Den Artikel online unter www.mz-web.de

Demonstration für eine neue Landwirtschaft

 

Mindener Tageblatt, 19. Januar 2011

BUND-Kreisgruppe organisiert Busfahrt nach Berlin / Gegen Massentierhaltung

Minden (mt/ana). Die Kreisgruppe Minden-Lübbecke vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) organisiert eine Fahrt nach Berlin, um dort für eine neue Landwirtschaft ohne Gentechnik und Massentierhaltung zu demonstrieren.

Mit Bussen können die Teilnehmer am Samstag, 22. Januar, in die Hauptstadt fahren. Haltestellen sind Minden am Simeonsplatz sowie in Porta Westfalica am Bahnhof. Die Demonstration startet um 12 Uhr am Berliner Hauptbahnhof und zieht anschließend zum Brandenburger Tor [...].

Den Artikel online lesen unter www.mt-online.de

Grüne unterstützen Großdemonstration in Berlin

 

MVregio, 19. Januar 2011

19.01.2011: Schwerin/GNN/MVregio. Bündnis 90/Die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern unterstützen den Aufruf zur Großdemonstration gegen Massentierhaltung, Agrogentechnik und Dumpingexporte am 22. Januar in Berlin.

Unter dem Motto "Wir haben es satt" fordern sie zusammen mit einem breiten Bündnis von Verbänden, die Agrarpolitik auf den Erhalt einer ökologisch ausgerichteten, bäuerlichen Landwirtschaft mit regionaler.

"Als Grüne aus MV setzen wir uns insbesondere für ein Ende der Massentierhaltung und der Gentechnik ein", so Claudia Schulz, Mitglied des Landesvorstands und agrarpolitische Sprecherin der Bündnisgrünen. Die Demonstration startet um 12.00 Uhr am Berliner Hauptbahnhof weitere Infos unter www.wir-haben-es-satt.de.

Bündnis 90/Die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern unterstützen die Demonstration finanziell und bieten die Möglichkeit, am 22. Januar aus Rostock gemeinsam mit Wochenendtickets nach Berlin zu fahren (7,80 €/Person). Anmeldung in Rostock unter: info(at)gruene-rostock.de, T. 0381-455155.

Diesen Artikel finden Sie online unter www.mvregio.de

Dioxin-Skandal: Die Volksseele kocht – während am Herd nur aufgewärmt wird

 

Leipziger Volkszeitung, 19. Januar 2011
von Janina Fleischer

Leipzig. Wenn am Freitag in Berlin die Grüne Woche beginnt, Schau der Land- und Ernährungswirtschaft, steht sie im Schatten des jüngsten Dioxin-Skandals und wird begleitet von Demonstrationen. Deren Motto ist: „Wir haben es satt“. Doch vor der Überlegung, ob Eierschalen in den Sondermüll gehören, sollten Fertigprodukte wie Rührei aus dem Tetrapack hinterfragt werden.

Als die Hamburger 1919 vor der Fleischwarenfabrik Heil ein Fass mit verfaulten Kadavern entdeckten, gab es kein Halten mehr. Die Bevölkerung stürmte das Gelände und fand: tote Hunde, Katzen, Ratten, alle nicht mehr ganz frisch. Da lief dem Volk die Galle über, das Kulinarische wurde politisch und ging als Sülzenaufstand in die Geschichte in [...].

Den Artikel online lesen unter www.lvz-online.de

Nur Spitze des Eisbergs ...

 

Augsburger Allgemeine, 18. Januar 2011

Landkreis Der Vorstand der Kreisgruppe Dillingen des Bundes Naturschutz (BN) begrüßt laut Pressemitteilung den Aufruf des BN-Bundesverbandes (BUND) zum öffentlichen Protest gegen Tierfabriken, Gentechnik und Dumping-Exporte in der Landwirtschaft. Denn der verfehlten Agrarpolitik müsse energisch entgegengetreten werden. „Bei dem aktuellen Dioxin-Skandal handelt es sich doch nur um die Spitze des Eisberges. Verantwortlich für die Zustände ist ohne Zweifel die falsch ausgerichtete Politik“, erklärte BN-Kreisvorsitzender Dieter Leippert [...].

Den Artikel gibt's online unter www.augsburger-allgemeine.de

BUND-Chef "An der Agrarindustrie sind schon einige gescheitert"

 

Süddeutsche Zeitung, 14. Januar 2011
Interview: Silvia Liebrich

BUND-Chef Weiger über Landwirte als Opfer und Täter in Personalunion und warum der nächste Lebensmittelskandal so sicher ist wie das Amen in der Kirche.

Hubert Weiger, Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), ist Mitinitiator der Initiative "Wir haben es satt!". Hier haben sich mehr als 300 Wissenschaftler, 120 Nichtregierungsorganisationen und Landwirte zusammengeschlossen. Die Gruppe hat für den 22. Januar zu einer Großdemonstration am Rande des EU-Agrarministertreffens in Berlin aufgerufen. An diesem Tag treffen sich Spitzenpolitiker, um die bevorstehende Agrarreform in der EU vorzubereiten.


sueddeutsche.de: Herr Weiger, der Dioxinskandal macht erneut die Risiken der Massentierhaltung und der Produktion von Billigfleisch deutlich. Wie konnte es soweit kommen?

Hubert Weiger: Das Problem ist, dass der industriellen Massentierhaltung in Deutschland in den vergangenen Jahren keine Grenzen gesetzt wurden [...].

Diesen Artikel finden Sie online unter www.sueddeutsche.de

"Wir-haben-es-satt!" - Demo & Auftakt der "Grünen Woche"

 

Bonncampus.fm, Januar 2011

Warum dioxinierte Lebensmittel die Menschen auf die Straße treibt & die "Grüne Woche" zum Schauplatz des Skandals wird

Am kommenden Samstag lädt die Bundesregierung sowohl Landwirtschaftsminister als auch Agrarkonzerne zur internationalen „grünen Woche“ nach Berlin. Aber das ist noch nicht alles – das Demonstrationsbündnis „Wir haben es satt“ hat ebenfalls mobilisiert. Deutschlandweit wird zum Protest gegen Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporte aufgerufen [...].


Autor: Melanie Mohr

Diesen Artikel gibt es online unter www.bonncampus.fm

INFO. Demonstration gegen Tierfabriken

 

Berliner Morgenpost, 13. Januar 2011

Forderungen -  "Wir haben es satt" ist das Moto einer Demonstration am 22. Januar in Berlin. Der Protest richtet sich gegen Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporte und war lange vor dem Dioxin-Skandal geplant. Der aktuelle Fall aber unterstützt die Initiatoren in ihrer Forderung nach einer ökologischen Landwirtschaft. Auch dürfte die Aufmerksamkeit für die Demonstration größer sein als ohne den Skandal.

Teilnehmer - Organisiert wird der Protest von einem breiten Bündnis verschiedener Umwelt- und Bioverbände. Der Bund für Umwelt und Naturschutz rechnet mit mindestens 5000 Teilnehmern. Der Verband hat allein 40 Busse für die Anreise nach Berlin organisiert.

dia

Weitere Infos: wir-haben-es-satt.de

Artikel online unter www.morgenpost.de

Großdemo für Wandel in der Landwirtschaft

 

RBB Nachrichten, 13. Januar 2011

Unter dem Motto „Wir haben es satt“ ruft ein breites Bündnis für den 22. Januar in Berlin zu einer Demonstration gegen die aktuelle Agrarpolitik auf.

Die Protestaktion einen Tag nach  Beginn der „Grünen Woche“ führt vom Berliner Hauptbahnhof zum Brandenburger Tor.

Gefordert wird ein Systemwechsel zu einer bäuerlichen, ökologischen Landwirtschaft ohne Gentechnik, wie die Initiatoren am Donnerstag in Berlin mitteilten. Der aktuelle Dioxin-Skandal sei nicht nur Folge krimineller Handlungen, sondern auch «Auswuchs der fehlgeleiteten Landwirtschafts- und Ernährungspolitik in Berlin und Brüssel», heißt es in dem Aufruf.

Dem Bündnis gehören nach eigenen Angaben 100 Organisationen an, darunter der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und die Hilfsorganisation Oxfam.

Diesen Artikel online unter www.rbb-online.de

Gemeinsam gegen Massentierhaltung

 

Südkurier, 13. Januar 2011

BUND Markdorf ruft zur Teilnahme an Großdemonstration auf

Markdorf – Eine Großdemonstration gegen Agrogentechnik und Massentierhaltung findet am Samstag, 22. Januar, in Berlin statt.

Der BUND Markdorf ruft zur Teilnahme auf und organisiert Busfahrten aus der Region Bodensee-Oberschwaben in die Hauptstadt. „Es ist wichtig, dass alle Regionen Deutschlands auf dieser wichtigen Veranstaltung vertreten sind“, so Brigitte Graf-Serr vom BUND Markdorf [...].

http://www.wir-haben-es-satt.de

Artikel online unter www.suedkurier.de

300 Professoren fordern Ausstieg aus Massentierhaltung

 

Naturkost.de, 12. Januar 2011
Autor: Manfred Loosen

In einem gemeinsamen Appell haben über 300 Professorinnen und Professoren sowie weitere Wissenschaftler zum Ausstieg aus der Massentierhaltung aufgerufen. „In der Massenhaltung wird mit Tieren auf eine Weise umgegangen, die uns als Gesellschaft beschämen muss“, heißt es in dem Appell [...].

Diesen Artikel online lesen unter www.naturkost.de

Wir haben es satt - Demo gegen Agrarfabriken in Berlin

 

Wendland-net, 11. Januar 2011

Am Freitag startet in Berlin die Internationale Grüne Woche - größte Agrar- und Verbrauchermesse Deutschlands. Verbraucher und Erzeuger - auch aus Lüchow-Dannenberg - wollen am Wochenende die Öffentlichkeit nutzen, um gegen Tierfabriken und für eine verantwortungsbewusste Lebensmitterlerzeugung zu demonstrieren.

Unter dem Motto: „Wir haben es satt“ rufen Naturschutzverbände, Tierschutzorganisationen, Hersteller von Biolebensmittel sowie Vertreter der bäuerlichen Landwirtschaft dazu auf, ein Zeichen für eine bäuerliche Landwirtschaft und eine verantwortungsbewusste Lebensmittelerzeugung zu setzen. Es wird gegen Gentechnik, Dumping-Exporte und Tierfabriken demonstriert [...].


... zur Unterschriftenliste geht es hier!

Den Artikel online unter www.wendland-net.de

Demo in Berlin: Wir haben es satt!

 

Das Kochrezept, 10. Januar 2011

Unter dem Motto „Wir haben es satt!“ ruft ein breites Bündnis aus Bauern-, Umwelt- und Tierschutzorganisationen am 22. Januar 2011 um 12 Uhr zu einer Demonstration gegen Massentierhaltung und Gentechnik am Hauptbahnhof in Berlin auf.

Anlässlich der Internationalen Grünen Woche in Berlin wollen die Bündnispartner unter dem Leitsatz „Wir haben es satt!“ auf die Missstände in der deutschen und europäischen Agrarpolitik aufmerksam machen und ihre Forderungen an Robert Kloos, den Staatssekretär der Landwirtschaftsministerin Aigner übergeben. Vor allem die Massentierhaltung, die Tierfabriken und die Gentechnik-Industrie sind ein Dorn im Auge der Veranstalter, die sich für eine nachhaltige Tierhaltung in der Agrarwirtschaft aussprechen [...].

Autor: Eva Köhler

Den Artikel finden Sie online unter www.daskochrezept.de

Mit dem Bus zur Anti-Gentechnik-Demo

 

Wochenblatt, 07. Januar 2011

DINGOLFING. Das gentechnikkritische Bündnis Zivilcourage will versuchen, eine Busfahrt zu einer Großdemonstration gegen Gentechnik, Massentierhaltung und Dumping-Exporte am Samstag, 22. Januar, in Berlin anzubieten.

Zu Beginn der Agrar- und Verbrauchermesse „Grüne Woche“ in Berlin treffen sich auf Einladung der Bundesregierung am 22. Januar Landwirtschaftsminister aus aller Welt mit EU-Kommissar Dacian Ciolos, WTO-Vertretern und internationalen Agrarkonzernen. Dort wird über Agrarmärkte und Welternährung verhandelt [...].

Autor: kx

Den Artikel finden Sie online unter www.wochenblatt.de

Dioxin-Skandal - Großdemo gegen Massentierhaltung

 

Frankfurter Rundschau, 06. Januar 2011

Der Dioxin-Skandal ist nur eins von vielen Symptomen für die Gefahren der Massentierhaltung. Satt hat das ein Bündnis aus Bauern-, Umwelt- und Tierschutzverbänden. Mit einer Großdemo wollen sie gegen die Industrialisierung der Landwirtschaft protestieren.

Die Henne, die verstört ins Bild des Werbefilms tippelt, sieht zerrupft aus. Dann pickt sie zaghaft Futter vom Boden, und dieser Tagen dürfte vielen dazu ein ekliges Stichwort einfallen: Dioxin. Seit die krebserregende Substanz wieder einmal in Tausende Tonnen Tierfutter und so in Mastfleisch und Eier geraten ist, ist die deutsche Massentierhaltung erneut im Gerede. Für 80 Bauern-, Umwelt-, Tierschutz- und Entwicklungsverbänden - darunter Attac, BUND, Nabu, Oxfam und Bäuerliche Erzeugergemeinschaften - ein gefundenes Fressen: Sie nutzen den neuerlichen Skandal, um verstärkt für ihre Großdemonstration gegen die Industrialisierung von Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion zu mobilisieren, die ohnehin zum Start der Grünen Woche in Berlin am 22. Januar geplant war. Dafür wirbt auch der Film mit der geschundenen Henne, der mit dem Slogan endet: "Nein zu Gentechnik, Tierfabriken, Dumpingexporten" [...].

Den Artikel online unter www.fr-online.de

Nach dem Skandal: Aktivisten mobilisieren gegen Massentierhaltung

 

Berliner Zeitung, 06. Januar 2011
von Steven Geyer

Berlin - Die Henne, die verstört ins Bild des Werbefilms tippelt, sieht zerrupft aus. Dann pickt sie zaghaft Futter vom Boden, und dieser Tagen dürfte vielen dazu ein ekliges Stichwort einfallen: Dioxin. Seit die krebserregende Substanz wieder einmal in Tausende Tonnen Tierfutter und so in Mastfleisch und Eier geraten ist, ist die deutsche Massentierhaltung erneut im Gerede.

Für 80 Bauern-, Umwelt-, Tierschutz- und Entwicklungsverbänden - darunter Attac, BUND, Nabu, Oxfam und Bäuerliche Erzeugergemeinschaften - ein gefundenes Fressen: Sie nutzen den neuerlichen Skandal, um verstärkt für ihre Großdemonstration gegen die Industrialisierung von Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion zu mobilisieren, die ohnehin zum Start der Grünen Woche in Berlin am 22. Januar geplant war. Dafür wirbt auch der Film mit der geschundenen Henne, der mit dem Slogan endet: "Nein zu Gentechnik, Tierfabriken, Dumpingexporten" [...].

Den Artikel finden Sie online unter www.berliner-zeitung.de

»Wir haben es satt«

 

Junge Welt, 17. Dezember 2010

Umwelt- und Landwirtschaftsgruppen fordern radikale Wende in der Agrarpolitik. Großdemonstration anläßlich der »Grünen Woche« im Januar in Berlin angekündigt
Von Rainer Balcerowiak

Die jährlich Ende Januar stattfindende Internationale Grüne Woche Berlin (IGW) ist die weltweit wichtigste Messe der Ernährungs- und Landwirtschaft. Dort drängeln sich nicht nur über 400000 Besucher durch die prall mit Freßständen gefüllten Messehallen. Auch die europäischen Agrarpolitiker und die großen Konzerne und Verbände der Branche geben sich unter dem Funkturm die Klinke in die Hand [...].

Den Artikel finden Sie online unter www.jungewelt.de

Kontroverse um Grüne-Woche-Demo unter Unionsabgeordneten

 

AGRA-LÄNDERBERICHTE EUROPE 49/10, 6. Dezember 2010.

BERLIN. Ein Demonstrationsaufruf des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) unter dem Motto „Wir haben es satt - Stoppt Gentechnik, Tierfabriken und Dumpingexporte“ während der Grünen Woche am 22. Januar in der Berliner Innenstadt hat eine heftige Reaktion unter Unionsabgeordneten im Bundestag ausgelöst. Der agrarpolitische Sprecher der CDU/ CSU-Fraktion, Peter B l e s e r , und sein Parteifreund Franz-Josef H o l z e n k a m p sprachen von einem „Generalangriff auf die deutsche Landwirtschaft“ und von deren Verunglimpfung. Für Bleser und Holzenkamp hat der BUND die demokratische Diskussionskultur verlassen. Der BUND wirft der Bundesregierung und der EU-Agrarpolitik in seinem Demonstrationsaufruf vor, sie förderten die Gentechnik-Industrie, zerstörten die Umwelt und die biologische Vielfalt sowie lokale Märkte und schafften Hunger in Entwicklungsländern. Behauptet wird außerdem, die Agrarpolitik schaffe unmenschliche Arbeitsbedingungen auf Plantagen, in Ställen und Schlachthöfen, mache Lebensmittel zu Agrosprit und heize den Klimawandel weiter an. Gegenüber dem Presse- und Informationsdienst AGRA-EUROPE sprach Bleser von verlogenen Behauptungen.