Pressemitteilung des Bündnisses "Wir haben es satt! Bauernhöfe statt Agrarindustrie"



VerbraucherInnen, Umwelt- und TierschützerInnen, ImkerInnen, entwicklungspolitische Gruppen, Bäuerinnen und Bauern fordern Bauernhöfe statt Agrarindustrie

Bundesregierung soll Zukunft der Landwirtschaft sichern


Berlin, 21.01.2012 | 23000  Menschen haben heute in Berlin gegen Lebensmittelskandale, Gentechnik im Essen und Tierquälerei in Megaställen und für eine bäuerliche ökologische Zukunftslandwirtschaft demonstriert. VerbraucherInnen, Umwelt- und TierschützerInnen, ImkerInnen, Bäuerinnen und Bauern sowie entwicklungspolitische Gruppen zogen unter dem Motto „Wir haben es satt! – Bauernhöfe statt Agrarindustrie“ zum Kanzleramt und verlangten von Bundeskanzlerin Merkel eine Neuausrichtung der Landwirtschaftspolitik. Die Veranstalter werfen der Bundesregierung vor, bei der Reform der EU-Agrarpolitik bislang Steigbügelhalter für die Agrarindustrie zu sein, statt die Forderungen der Zivilgesellschaft durchzusetzen. Die Agrarzahlungen müssten an ökologische, soziale und Tierschutzkriterien gekoppelt und für Großbetriebe gedeckelt werden. Sämtliche Subventionen für den Agrarexport seien zu stoppen. Zu der Demonstration hatte ein Bündnis aus über 90 Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt-, Tier-,   Verbraucherschutz und Entwicklungszusammenarbeit.

Die Nigerianerin, Mariann Bassey, Sprecherin von Friends of the Earth, dem internationalen Umweltnetzwerk des BUND, mahnte: „Die Politik hat schrankenlose Spekulationen auf Lebensmittel erst möglich gemacht. Gleichzeitig ist sie für den Landraub für Futtermittel und Agrosprit in den Ländern des Südens verantwortlich. Das alles treibt die Lebensmittelpreise hoch und schließt Hungernde vom Zugang zu fruchtbarem Land und zu Lebensmitteln aus. Für das Menschenrecht auf Nahrung müssen Spekulation und der Agrospritboom ausgebremst werden. Die Europäische Agrarpolitik braucht eine Kehrtwende weg von Überproduktion und Fleischexporten.“

Die Köchin, Gastronomin und Buchautorin Sarah Wiener sagte: „Jüngst wurden antibiotikaresistente Keime in Hühnerfleisch gefunden - dies ist  vermutlich nur die Spitze des Eisbergs. Wir haben diese ständigen Lebensmittelskandale satt. Es ist höchste Zeit, dass endlich grundlegende Konsequenzen daraus gezogen werden. Wir müssen weg von der Agrarindustrie, hin zu einer bäuerlichen und nachhaltigen Landwirtschaft."

Der Jung-Bauer Moritz Schäfer von der jungen  Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (jAbL) betonte: „Unser breiter Protest gegen die Agrogentechnik wirkt: BASF musste ihre Gentech-Kartoffel in Europa aufgeben, da die gesellschaftliche und bäuerliche Akzeptanz fehlt. Es ist auch eine schallende Ohrfeige für die Bundesregierung, denn die Amflora von der BASF war die erste Kartoffel, die es in einen Koalitionsvertrag schaffte. Auch in der EU-Agrarpolitik forciert Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner bislang die Agrarindustrie.Und das obwohl die agrarindustriellen Strukturen Klimawandel, Hungerkrisen und das Höfesterben verschärft. Die EU- Direktzahlungen müssen an Arbeitskräfte und Umweltleistungen gebunden und nach oben gekappt werden und dürfen nicht die Agrarindustrie mästen! Dann finden sie auch gesellschaftliche Akzeptanz.“

Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, stellte fest:„Es geht um die Systemfrage: Lassen wir es weiter zu, Tiere in Haltungssysteme zu zwingen, die ihnen Schmerzen und Leid zufügen? Denn das ist heute der Alltag für Millionen von Tieren. In den Intensivhaltungen leiden sie direkt. Unter den Folgen leiden aber auch Umwelt, Bäuerinnen und Bauern sowie VerbraucherInnen. Daher braucht es den Schulterschluss gesellschaftlicher Gruppen. Wir kämpfen für mehr Tierwohl im Stall, gegen Gentechnik- Futtermittelimporte aus Übersee und für mehr Unterstützung der bäuerlichen, artgerechten Landwirtschaft.“

Presse-Team:

Jochen Fritz, Kampagne „Meine Landwirtschaft“, Mobil:  0171-8229719, fritz@meine-landwirtschaft.de,

Reinhild Benning, BUND-Agrarexpertin: Mobil: 0175-7263779, reinhild.benning@bund.net

Yves Venedey, Campact e.V. - Pressesprecher, Mobil: 01512 6846893, venedey@campact.de

18. Januar 2012 Presse-Aktion „Hühner vor dem Kanzleramt“

Berlin, 18.01.2011 | Heute Morgen demonstrierten sechs Hühner vor dem Bundeskanzleramt gegen den flächendeckenden Antibiotika-Einsatz in der Massentierhaltung. Sie fordern von der Bundesregierung, den Antibiotika-Skandal ernst zu nehmen und einen Systemwechsel hin zu einer bäuerlich-nachhaltigen und gesunden Landwirtschaft einzuleiten.

Mit dieser Aktion ruft die Kampagne „Meine Landwirtschaft“ zur großen Agrardemonstration am 21. Januar 2012 in Berlin auf.

„Wir haben die Politik der leeren Versprechungen der Bundesregierung satt!“, so Reinhild Benning, BUND-Agrarexpertin. „Die Vorschläge von Landwirtschaftsministerin Aigner enthalten null Komma null Tierschutz. Der Vorschlag zum Arzneimittelgesetz enthält keine Zielvorgabe, die Antibiotika-Gaben nachhaltig zu reduzieren. Die Vorgaben für den Ausschluss von Human-Antibiotika in der Massentierhaltung sind zu lasch“, so Benning weiter.

Die Bundesregierung nehme die Warnungen der Weltgesundheitsorganisation und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit offenbar nicht ernst, die wirksame Maßnahmen forderten gegen den massenhaften Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung. In der EU sterben nach offiziellen Angaben jährlich 25 000 Menschen, weil Antibiotika versagen. Zur Bild-Aktion erklärte Jochen Fritz, Pressesprecher von „Wir haben es satt!“: „Wir fordern eine sofortige Agrarwende! Deswegen gehen wir diesen Samstag, den 21.01.2011, um 11.30 Uhr gemeinsam mit über 90 Verbänden aus Landwirtschaft, Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz sowie mit entwicklungspolitischen und kirchlichen Organisationen gegen eine industriefreundliche Agrarpolitik auf die Straße.“

Die EU-Agrarreform 2013 biete Chancen, diese Wende einzuleiten. Agrarsubventionen müssten künftig gesellschaftliche Leistungen finanzieren und nicht der Agrarindustrie die Taschen füllen, forderten Benning und Fritz.

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Zeichen: 1857, Abdruck kostenfrei, um ein Rezensionsexemplar wird gebeten. Fotos stehen ab 11 Uhr zur Verfügung
Mail:  info@wir-haben-es-satt.de
Telefon: 030-28482437

Pressemitteilung 16.01.2012

Antibiotika-Resistenzen im Essen beweisen: Industriefreundliche Agrarpolitik der Bundesregierung gescheitert!
„Wir haben es satt!“-Demonstration fordert: EU-Agrarreform als Chance zum Systemwechsel nutzen

Berlin 16.01.2012 | Im Rahmen der Kampagne „Meine Landwirtschaft“ rufen über 90 Organisationen dazu auf, am 21. Januar für einen Systemwechsel in der Agrarpolitik auf die Straße zu gehen. Ihr Motto: „Wir haben es satt! Bauernhöfe statt Agrarindustrie“. Die Umwelt-, Bauern-, Verbraucher- und Tierschutzorganisationen vermelden aktuell 80 Busse, die zum Beginn der Grünen Woche mit Demonstrantinnen und Demonstranten aus ganz Deutschland nach Berlin rollen.


Der letzte Antibiotika-Skandal, zunehmende Hungerkatastrophen wegen nicht eingedämmter Spekulationen mit Lebensmitteln und alarmierendes Artensterben aufgrund der zunehmenden Monokulturen auf den Feldern zeigen deutlich die Risiken der industriellen Lebensmittelproduktion für Mensch, Tier und Umwelt auf. Nur eine bäuerlich-nachhaltige Landwirtschaft ist zukunftsfähig, ein Richtungswechsel der Agrarpolitik mehr als überfällig. Nur ein Systemwechsel in der Landwirtschaft kann Verbraucherschutz gewährleisten und die Herausforderungen des Klimaschutzes, der Hungerbekämpfung und des Artenrückgangs lösen.


Die bevorstehende Reform der EU-Agrarpolitik bietet einmal mehr die Chance, diesen Systemwechsel einzuleiten. Doch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerin Ilse Aigner machen sich mit ihrer Blockadepolitik zum Handlanger der Agrarindustrie, kritisierten die Organisatoren der Demonstration.

„Der Antibiotika-Skandal ist nur der Gipfel des Eisbergs. Er zeigt uns, nach der Dioxin-Krise 2011, dass die industrialisierte Landwirtschaft Risiken für Mensch, Tier, Umwelt und Klima birgt“, so Thomas Schröder vom Deutschen Tierschutzbund.


„Bis zu sechs Antibiotika-Gaben während der kurzen, nur 35-tägigen Mast eines Hühnchens zeigen, dass das System Massentierhaltung nicht funktioniert. Ein Hühnchen auf der Fläche eines Papiertaschentuches zu mästen, muss ein Ende haben. Das 21. Jahrhundert braucht eine zukunftsfähige Tierhaltung, die auch ethisch zu vertreten ist“, fordert Rupert Ebner, Tierarzt und Vorstand von Slowfood Deutschland.

Reinhild Benning vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) sagt: „Verbraucherschutzministerin Aigner muss endlich Schluss machen mit der Politik der leeren Versprechungen. Es ist jetzt notwendig, die Risiken der Agrarindustrie an der Wurzel zu packen. Wir brauchen ein klares Reduktionsziel für Antibiotika in der Tierhaltung – wie in den Niederlanden. Wir brauchen bundesweit Transparenz beim Einsatz von Medikamenten, um Missbrauch endlich vorzubeugen – was in Dänemark bereits der Fall ist. Mit ihrem letzten Gesetzentwurf kommt Aigner ihrer Verantwortung nicht nach. Ohne einen Richtungswechsel in der Agrarpolitik werden die Risiken der
Massentierhaltung noch zunehmen.“


Kampagne „Meine Landwirtschaft“
c/o Forum Umwelt & Entwicklung
Marienstrasse 19-20
D -10117 Berlin
Tel. 030 / 2848243/-7 oder -8
info@wir-haben-es-satt.de
www.wir-haben-es-satt.de


Martin Morisse vom Bundesverband deutscher Milchviehhalter (BDM) mahnt: Öffentliche Gelder müssen für Leistungen an die Gesellschaft gezahlt werden und nicht der Agrarindustrie die Taschen füllen. Diese Chance muss die Bundesregierung nutzen und nicht weiter jegliche Reform der EU-Agrarpolitik blockieren.“


Stig Tanzmann vom Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) erklärt: „Ob die Bundesregierung glaubwürdig den Hunger in der Welt verringern will, werden wir daran messen, ob Aigner die angekündigte Proteinstrategie umsetzt und heimische Eiweißfuttermittel mit politischen Mitteln etabliert. Solange für Massentierhaltung hierzulande rund sechs Millionen Tonnen Soja aus Ländern des Südens importiert werden und Dumping-Exporte aus Deutschland nach Afrika gelangen, bedient die Bundesregierung einseitig die Agrarindustrie.“


„Nur eine demokratischere und bäuerliche Landwirtschaftspolitik wird diesen Zielen gerecht. Deswegen fordern wir alle auf, am 21. Januar 2012 mit uns auf die Straße zu gehen“, motiviert Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf zum Mitmachen. „Es ist höchste Zeit für einen Paradigmenwechsel, um die wissenschaftlich erarbeiteten Forderungen des Weltagrarberichtes umzusetzen. Für eine bäuerliche Zukunft! Für Bauernhöfe statt Agrarfabriken. Auf nach Berlin!“, so Graefe zu Baringdorf weiter.


Zeichen: 4201, Abdruck kostenfrei, um ein Rezensionsexemplar wird gebeten

Kontakt:
Jochen Fritz, Leitung Demonstrationsbüro, Mobil: 0171-822 97 19, fritz@meine-landwirtschaft.de
Reinhild Benning, Agrarexpertin des Bund für Umwelt u. Naturschutz Deutschland (BUND)
Mobil: 0175-72 63 779, reinhild.benning(at)bund.net

Die Kampagne "Meine Landwirtschaft" ist eine von über 40 Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz sowie der Entwicklungszusammenarbeit getragene Initiative, die sich für eine Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik engagiert. Ziel ist es mit der EU-Agrarreform 2013 einen Systemwechsel hin zu einer nachhaltigen, sozialen und bäuerlichen Landwirtschaft einzuleiten. Zum Auftakt der Kampagne im Jahr 2011, der ersten "Wir haben es satt!"- Demonstration, kamen 22 000 TeilnehmerInnen.

Vorab-Aktionen: 4,5 Tonnen Stahl, eine Tonne ungenormtes Gemüse, ein EU-Kommissar – es bewegt sich was!
Die „Wir haben es satt!“-Skulpt(o)ur ist bereits seit letztem Samstag unterwegs. Der Künstler und Biobauer Stefan Kreppold fährt mit dem 3m hohen Teller aus 4,5 Tonnen Stahl von München nach Berlin mit Aktionen in sieben großen Städten. Am 20. Januar 2012 macht sie Station vor dem ICC/Messegelände in Berlin. Um 11 Uhr lädt dort die Kampagne „Meine Landwirtschaft“ zur Diskussion mit EU-Agrarkommissar Dacian Cioloş ein.

Am Mittwoch demonstrieren Aktive der Kampagne „Meine Landwirtschaft“ mit Hühnerkostümen vor dem Bundeskanzleramt. Sie fordern von der Bundesregierung Konsequenzen aus dem Antibiotika-Skandal.

Aktivist und Koch Wam Kat kocht am Freitagabend für die Kundgebung im Regierungsviertel aus einer Tonne ungenormten Gemüse eine Protest-Suppe „Teller statt Tonne!“


Bilder der Skulpt(o)ur und der Demonstration 2011 finden Sie unter:
www.wir-haben-es-satt.de/start/presse/pressefotos/skulptour-fotos/
www.wir-haben-es-satt.de/start/presse/rueckblick-presse-2011/pressefotos/


Die weiteren Stationen der Skulpt(o)ur:
Mo. 16.1.2012: Frankfurt, 13 Uhr, vor der ehemaligen Börse
Di. 17.1.2012: Kassel, 12:30 Uhr, Fußgängerzone, Königsplatz
Mi. 18.1.2012: Hannover, 13 Uhr, Bahnhofsvorplatz, Ernst-August-Platz
Do. 19.1.2012: Braunschweig, 13 Uhr, Schlossplatz
Fr. 20.1.2012: Berlin, ab 12.15 Uhr vor dem ICC-Gebäude, Messe Berlin

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Einladung zur Pressekonferenz am 16.01.2012 um 11 Uhr: Großdemo zur Agrarpolitik am 21. Januar 2012 in Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,

am Samstag, den 21. Januar 2012 startet in Berlin die zweite große Demonstration für einen Systemwechsel in der Agrarpolitik unter dem Motto „Wir haben es satt – Bauernhöfe statt Agrarindustrie“.

Gemeinsam gehen Bäuerinnen und Bauern, TierschützerInnen, VerbraucherInnen und ImkerInnen zusammen mit entwicklungspolitischen Organisationen, Gentechnik-KritikerInnen und kirchlichen Verbänden auf die Straße. Die Veranstalter erwarten mehrere Tausend TeilnehmerInnen aus der ganzen Bundesrepublik. Sie alle eint die gemeinsame Forderung nach einer Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik. Initiiert ist die Demonstration von der Kampagne „Meine Landwirtschaft“. Mittlerweile unterstützen über 80 Organisationen den Aufruf.

Die Funde von antibiotikaresistenten Keimen auf Fleisch aus industrieller Tierhaltung und die intransparente Datenpolitik der Bundesregierung dazu, die Verstümmelung von Tieren und die Kastration von Ferkeln ohne Betäubung, die Marktmacht von Discountern und Fleischindustrie, hohe Subventionen für die Agrarindustrie und Preise, die nicht die Kosten der Bäuerinnen und Bauern decken, Dumpinexporte aus Europa in Entwicklungsländer mit verheerenden Folgen für die dortigen Märkte – all das sind Beispiele der fehlgeleiteten Landwirtschafts- und Ernährungspolitik in Berlin und Brüssel. Es ist höchste Zeit Verbraucherschutz, Tierschutz, Umwelt- und Klimaschutz sowie faire Preise und Einkommen für Bäuerinnen und Bauern in Nord und Süd nicht länger dem Gewinnstreben der Agrarindustrie unterzuordnen.

Die bevorstehende EU-Agrarreform kann nun die richtigen Weichen für eine bäuerliche-nachhaltige und gesunde Landwirtschaft stellen. Wo genau die Chancen der Brüsseler Reform liegen und an welchen Punkten die Bundesregierung eine Reform immer noch blockiert, möchten Ihnen vorstellen:

Friedrich Willhelm Graefe zu Baringdorf,
Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL)

Reinhild Benning,
Referentin für Agrarpolitik des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)

Thomas Schröder,
Präsident Deutscher Tierschutzbund (DTB)

Dr. Rupert Ebner,
Tierarzt, Vorstand Slowfood Deutschland

Martin Morisse,
Vorstand des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM)

Stig Tanzmann,
Agrarexperte des Evangelischen Entwicklungsdienst (EED)

Jochen Fritz,
Kampagne Meine Landwirtschaft

Zu diesem Pressetermin möchten wir Sie herzlich einladen:
Zeit: 16.01.2012, 11 bis 12 Uhr
Ort: Hotel Albrechtshof, Albrechtstr. 8, Berlin-Mitte, (150 Meter vom S-Bahnhof Berlin-Friedrichstraße)

Um Anmeldung wird gebeten unter: fritz@meine-landwirtschaft.de oder telefonisch 030-28482437

Mit freundlichen Grüßen,

Jochen Fritz
Pressesprecher Kampagne „Meine Landwirtschaft“

PM 2012-01-03 Großdemo „Wir haben es satt! Bauernhöfe statt Agrarindustrie“ am 21. Januar 2012 in Berlin

PM 2012-01-03
Großdemo „Wir haben es satt! Bauernhöfe statt Agrarindustrie“ am 21. Januar 2012 in Berlin

Berlin, 03.01.2012| Das Bündnis "Meine Landwirtschaft" erwartet großen Zulauf zur Demonstration "Wir haben es satt! Bauernhöfe statt Agrarindustrie" am 21. Januar 2012 in Berlin. Viele tausend Menschen werden – wie erstmals vor einem Jahr – für eine faire, nachhaltige und bäuerliche Landwirtschaft in Berlin auf die Straße gehen. Die ersten 50 Busse aus dem gesamten Bundesgebiet sind bereits gefüllt.

Zum Internationalen Agrarministergipfel der Bundesregierung, der im Rahmen der Landwirtschaftsmesse „Internationale Grüne Woche“ stattfindet, fordert das Bündnis „Meine Landwirtschaft“ Bundeskanzlerin Angela Merkel und Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner zu einem „Ja“ zu einer grünen und sozialen Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik in Europa auf. Bisher blockiert Deutschland den von EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos angestoßenen Prozess.

„Subventionen in der Landwirtschaft müssen endlich verbindlich an soziale, ökologische und Tierschutz-Kriterien geknüpft werden,“ fordert Jochen Fritz, Leiter der Kampagne „Meine Landwirtschaft“. Außerdem müsse die Bundesregierung dafür eintreten, Spekulationen mit Lebensmitteln ein Ende zu setzen und für gesundes, gentechnikfreies und tierfreundlich erzeugtes Essen die Weichen zu stellen.

„Die Reform der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik bietet jetzt die Chance, einen Systemwechsel anzustoßen, der geeignete Rahmenbedingungen für eine ökologische, faire und bäuerliche Landwirtschaft für Erzeuger und Verbraucher ermöglicht", so Fritz. „Diese Chance darf die Politik nicht verstreichen lassen, sonst ernähren wir uns weiter auf Kosten nachfolgender Generationen“, betont Fritz die hohe Bedeutung eines Systemwechsels in der Landwirtschaft.

Bei der Kundgebung vor dem Reichstagsgebäude kommen internationale und nationale RednerInnen zu Wort, darunter Prof. Dr. Hubert Weiger (Bundesvorsitzender BUND), Thomas Schröder (Präsident Deutscher Tierschutzbund), Mariann Bassey (Ernährungs- und Landwirtschaftskoordinatorin Friends of the Earth Nigeria), Sarah Wiener (Köchin und Buchautorin), Valentin Thurn (Regisseur von „Taste the Waste“), Maria Heubuch (Vorsitzende Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft) und Romuald Schaber (Bundesverband Deutscher Milchviehhalter).

"Meine Landwirtschaft" ist eine von über 40 Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz sowie der Entwicklungszusammenarbeit getragene Kampagne, die sich für eine Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik engagiert. Ziel ist es mit der EU-Agrarreform 2013 einen Systemwechsel hin zu einer nachhaltigen, sozialen und bäuerlichen Landwirtschaft einzuleiten. Zum Auftakt der Kampagne im Jahr 2011 kamen 22 000 TeilnehmerInnen zur ersten "Wir haben es satt"- Demonstration anlässlich der Grünen Woche.


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Presse-Kontakt:
Jochen Fritz, Kampagnen-Leitung „Meine Landwirtschaft“, Tel.: 030-28482437, Mobil: 0171-8229719,fritz@meine-landwirtschaft.de,
Reinhild Benning, BUND-Agrarexpertin: Tel.: 030-27586481, Mobil: 0175-7263779, reinhild.benning@bund.net
Iris Kiefer, Projektleitung „Wir haben es satt“-Demo, Tel.: 030-28482438, kiefer@wir-haben-es-satt.de

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Bilder und weitere Informationen:
www.wir-haben-es-satt.de
www.meine-landwirtschaft.de


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Ablauf der Demonstration:
11:30 Uhr Berlin Hauptbahnhof (Washingtonplatz):  Demo-Zug vom Hauptbahnhof ins Regierungsviertel
12:15 Uhr Kundgebung vor dem Reichstagsgebäude mit Protesttafel „Teller statt Tonne“ und Enthüllung der „Wir haben es satt!“-Skulpt(o)ur
mit  Musik von Rob Herring und  Die Kleingeldprinzessin Dota & die Stadtpiraten


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Save the Date:
Auftakt Pressekonferenz der "Wir haben es satt - Demo 2012"
16.Januar 2012, 11 Uhr, Hotel Albrechtshof
Albrechtstraße 8
Berlin-Mitte

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Aufruf: Wir haben es satt! Bauernhöfe statt Agrarindustrie!

Demonstration – Kundgebung – Protesttafel Samstag, 21.01.2012, 11:30 Uhr, Berlin

Die Agrarindustrie verursacht Dioxinskandale, Gentechnik im Essen und Tierleid in Megaställen. Sie verschärft Hungerkrisen, den Klimawandel und das Höfesterben. Zurück bleiben ausgeräumte Landstriche und Monokulturen. Das haben wir satt!

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