Wir haben es satt!

Pressemitteilung

Krisen in der Landwirtschaft: Minister Schmidt konzept- und tatenlos

„Wir haben es satt!“-Bündnis stellt im Wahljahr neun Forderungen für eine bäuerliche, ökologische, wirtschaftliche und soziale Agrar- und Ernährungswende vor

Berlin, 16.01.2017. Wenige Tage vor der „Wir haben Agrarindustrie satt!“-Demonstration, zu der auch im siebten Jahr viele tausende Teilnehmer erwartet werden, ziehen die Veranstalter eine ver­heerende Bilanz der Amtszeit von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. Der Zusammen­schluss aus Bauern, handwerklichen Lebensmittelherstellern und zivilgesellschaftlichen Organisatio­nen wirft dem Minister Konzeptlosigkeit auf ganzer Linie vor. Seit seinem Amtsantritt vor fast drei Jahren habe sich der CSU-Politiker den Herausforderungen im Agrarbereich nicht gestellt und keine ernsthaften Schritte unternommen, um die schweren Krisen der Landwirtschaft zu überwinden. Da­her wollen die rund 100 aufrufenden Organisationen im Wahljahr 2017 eine neue Agrar- und Ernäh­rungspolitik auf die politische Agenda setzen. In Berlin stellen die Organi­satoren heute neun Forde­run­gen für Bauernhöfe statt Agrarindustrie, für gesundes Essen und Demokratie statt Konzernmacht vor.

Die Lage in der Landwirtschaft ist nach wie vor dramatisch: In den letzten zehn Jahren haben mehr als 100 000 landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland aufgegeben. Die kleinen und mittle­ren Bau­ernhöfe sind die Leidtragenden dieser fatalen Entwicklung, für die der Minister mit seiner Politik des Wegschauens verantwortlich ist. Ulrich Jasper von der Arbeitsge­meinschaft bäuer­liche Landwirt­schaft, erklärt: „Mit Christian Schmidt haben wir leider den schwächsten Landwirt­schaftsminister der letzten Jahrzehnte. Und das ausgerechnet in einer Zeit, in der es wichtiger denn je ist, die Probleme in der Landwirtschaft gemeinsam anzupacken. Wir stehen vor einem aufwändigen Umbau hin zu einer zukunftsfähigen, umweltfreundlichen und das Tierwohl beach­tenden bäuerlichen Landwirtschaft. Doch der Minister stellt weder die finanziellen Mittel zur Verfü­gung noch schafft er Orientierung oder konkrete Angebote. Er lässt Bauern und Gesellschaft mit den Aufgaben alleine.“

Jedes Jahr zur Grünen Woche kündigt Bundesminister Schmidt symbolträchtige Projekte an, die bei genauerer Betrachtung kaum Substanz haben. Dabei ist die Aufgabenliste des Ministers lang: Anstelle des angekündigten freiwilligen Tierwohl-Labels ist eine Tierhaltungs- und Herkunfts-Kenn­zeichnung mit klaren Kriterien und finanziellen Anreizen für tiergerechte Haltungsbedingungen dringend nötig. Das Artensterben schreitet wegen der Intensivland­wirtschaft und des flächendeckenden Einsatzes von Pestizi­den immer weiter voran. Das höchst umstrittene Gentechnikgesetz muss klare Vorgaben ma­chen, statt mit einem „Flickenteppich“ Gentechnik durch die Hintertür auf deutsche Äcker zu brin­gen. Auch in der lang anhaltenden Milchkrise muss der Erhalt vieler tau­sender Betriebe sichergestellt werden. Der Minister sollte Partei für die Vielfalt von Betrieben im ländlichen Raum ergreifen und endlich den Schulterschluss mit der Agrarindustrie beenden.

Matthias Brümmer von der Gewerkschaft Nahrung, Genussmittel und Gaststätten (NGG), der auf der Auftaktkundgebung der Demonstration sprechen wird, kritisiert die prekären Arbeits­verhält­nisse in der Fleischindustrie. Trotz des Mindestlohns und der Selbstver­pflichtung der deutschen Fleischin­dustrie hat sich an der Summe der Werk­vertragsar­beiter fast nichts verändert. Brümmer erklärt: „Die wachsende Konzentration in der Fleisch­wirtschaft wird bei der NGG mit Sorge gesehen. Noch vor 15 Jahren spielte die deut­sche Fleisch­industrie in Europa kaum eine Rolle, heute steht sie an erster Stelle und baut ihre Vormachtstel­lung weiter aus. Viele eu­ropäische Gewerkschaftsverbände beklagen diese Entwick­lung, die dazu geführt hat, dass bereits mehrere zehntausend Arbeitsplätze vernichtet worden sind. Ein Ende ist nicht absehbar.“

Die Tendenz zu Megaställen lässt sich insbesondere im Be­reich der Schweinefleischproduktion nachvollziehen. Hier haben seit 2010 rund 60 Prozent der Schweine hal­tenden Bauern aufgegeben, während gleichzeitig die Tierzahl pro Betrieb um 144 Prozent an­gestie­gen ist.

Um die Missstände in der Land- und Ernährungswirtschaft zu überwinden, legt das „Wir haben es satt!“-Bündnis zum Wahljahr 2017 neun Forderungen für eine neue Agrarpolitik vor: So fordern die Demonstranten etwa, bis 2020 müssen 50 Prozent der öf­fentlichen Beschaffung aus regio­naler und ökologischer Landwirtschaft kommen. Außerdem muss der Antibiotikaeinasatz bis 2020 halbiert und Reserveanti­biotika verboten werden. In Intensivtierhaltungs­gebieten sollen die Tierbe­stände redu­ziert werden und die Tierhaltung an die Betriebsfläche ge­bunden werden, um weitere Klagen wegen Verletzung der europäischen Nitratrichtlinie zu verhin­dern. Antje Kölling von Demeter erläutert eine weitere Forderung: „Die Bundesregierung muss jetzt dringend handeln! Sie kann z.B. jährlich 500 Mil­lionen Euro von der Flächenprämie für eine ökologische und tierge­rech­tere Landwirtschaft umschich­ten – das hat sie selbst in der Hand. Bauern ernähren uns und pflegen unsere Landschaft, dafür müs­sen sie fair be­zahlt werden. Statt auf mehr Einkommen aus Exporten zu setzen, muss der Landwirt­schaftsmi­nister für mehr Wertschätzung, für regionale Wirtschaftsstruktu­ren und für engere Beziehun­gen zwischen Stadt und Land sorgen.“ Deutschland habe eine globale Verantwortung und dürfe nicht weiter mit Dumpingexporten kleinbäuerliche Strukturen im Süden zerstören.

„Am meisten freut mich, dass die Demonstration in diesem Jahr von einem Block Jungbäuerinnen und Jungbauern angeführt wird, die sich für eine Zukunft auf dem Land einsetzen“, sagt Jochen Fritz, Or­ganisator der „Wir haben es satt!“-Demonstration. „Auch freut mich, dass unsere Debatten nach sie­ben Jahren mittlerweile nicht nur in der Mitte der Ge­sellschaft, sondern auch in der Branche ange­kommen sind. Wir zeigen einen Weg auf, bei dem Bauern, Verarbeiter und Verbraucher profitieren. Jetzt ist die Politik am Zug und muss dem gesellschaftlich gewollten Umbau hin zu einer sozial gerech­ten, tier- und umweltfreundlichen Landwirtschaft konsequent umsetzen.“

Die „Wir haben Agrarindustrie satt!“-Demonstration wird von tausenden Bäuerinnen und Bauern – konventionell und bio – getragen, von denen viele mit Traktoren aus dem gesamten Bundesge­biet anreisen. Zusammen mit rund 100 Organisationen aus der Zivilgesellschaft treten sie für eine Land­wirtschaft und Lebens­mittelpolitik ein, in der Bauern fair entlohnt werden und sich alle Menschen gesund ernähren kön­nen. Der Auftakt der Demonstration findet am Samstag, den 21.1.17 um 12 Uhr am Potsdamer Platz statt. Alle Menschen, die sich für gute Landwirtschaft und gesundes Essen ein­setzen, sind herz­lich willkommen an der Demonstration teilzunehmen.     

Pressefahrplan: www.wir-haben-es-satt.de/pressefahrplan

 

Für Rückfragen:

Ulrich Jasper, Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Mobil: 0160-94804331, Mail: jasper(at)abl-ev.de
Matthias Brümmer, Geschäftsführer der Gewerkschaft NGG, Region Oldenburg/Ostfriesland, Mobil: 0160-4716206, Mail: region.oldenburg(at)ngg.net
Antje Kölling
, Politik und Öffentlichkeitsarbeit, Demeter e.V., Mobil: 0157-58249201, Mail: antje.koelling(at)demeter.de
Jochen Fritz, Leiter der Kampagne „Meine Landwirtschaft“/“Wir haben es satt!“, Mobil: 0171-8229719, Mail: fritz(at)meine-landwirtschaft.de

Pressekontakt: Christian Rollmann, „Wir haben es satt!“, Mobil: 0151-51245795, Mail: rollmann(at)meine-landwirtschaft.de

Auftaktpressekonferenz der 7. „Wir haben Agrarindustrie satt!“-Demonstration

„Wir haben es satt!“-Bündnis zieht Bilanz: Schwarz-rote Agrarpolitik unter Bundesminister Schmidt – mehr als versäumte Gelegenheiten?

Zeit: Montag, 16. Januar 2017, 10 Uhr
Ort: Berliner Pressekonferenz, Presse- und Besucherzentrum der Bundesregierung, Reichstagufer 14, 10117 Berlin

Tag für Tag müssen Bäuerinnen und Bauern ihre Höfe schließen, allein in den letzten sechs Jahren haben knapp 60 Prozent der Schweine haltenden Betriebe aufgegeben. In der Fleischverarbeitung nimmt die Marktkonzentration zu, der Preisdruck ist enorm und die Arbeitsbedingungen sind oft äußerst prekär. Dabei ist klar: Die Gesellschaft akzeptiert das System der Billigproduktion mit extremer Ausbeutung von Menschen, Tieren und Ökosystemen nicht mehr.

Wenige Tage vor der „Wir haben es satt!“-Großdemonstration ziehen die rund 50 Trägerorganisationen Bilanz und bewerten die Agrarpolitik von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt: Welche der zahlreichen Ankündigungen aus dem Landwirtschaftsministerium wurden wirklich auf den Weg gebracht und wie sind Projekte wie das jüngst vorgestellte Grünbuch zu bewerten? Was sind die notwendigen Schritte, um bäuerliche Betriebe zu erhalten und die Akzeptanz für die Landwirtschaft zu verbessern? Im Wahljahr 2017 stellt das Bündnis neun Forderungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft auf, in der Bauern von ihren Produkten leben können, Tiere artgerecht gehalten werden, Klima und Umwelt geschont und landwirtschaftliche Produktionsformen gefördert werden, die die Bevölkerung akzeptiert.

Es sprechen:

  • Ulrich Jasper (Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft) bilanziert die Agrarpolitik der Bundesregierung und benennt nicht-gehaltene Versprechen
  • Matthias Brümmer (Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten, Region Oldenburg/Ostfriesland) berichtet über Arbeitsbedingungen und Marktkonzentration in der Schlachtindustrie
  • Antje Kölling (Politik und Öffentlichkeitsarbeit bei Demeter e.V.) stellt die Positionen und Forderungen von „Wir haben es satt!“ im Wahljahr vor
  • Jochen Fritz (Organisator der „Wir haben es satt!“-Demonstration) informiert über Ablauf, Redner und die erwartete Teilnehmerzahl der Demonstration


Bitte beachten: Einlass in das Gebäude der Berliner Pressekonferenz kann nur nach vorheriger Anmeldung und mit gültigem Lichtbildausweis gewährt werden.

Akkreditierungen bitte bis Donnerstag, 12.1.17, 18 Uhr an Christian Rollmann: presse@meine-landwirtschaft.de oder unter 0151-51245795.

Terminankündigungen:

  • Mittwoch, 18.1., 9.30 Uhr: Vorabaktion (Fototermin), Protest von Bauern und Imkern vor der Bayer-Zentrale (Müllerstraße 178, 13353 Berlin). Detaillierte Informationen folgen.
  • Freitag, 20.1, ab 18 Uhr: „Schnippeldisko“, hunderte Engagierte kochen für die Demonstration, Ort: Z/KU, Siemensstraße 27, 10551 Berlin.
  • Samstag 21.1., ab 8.30 Uhr: Traktorkonvoi zum Auftaktort der Demonstration mit Zwischenstopp beim Bundeslandwirtschaftsministerium (Wilhelmstraße 54, 10117 Berlin). Gerne vermitteln wir schon im Vorfeld Interviews mit Bauern, die mit Traktoren aus dem gesamten Bundesgebiet anreisen. 
  • Samstag, 21.1., ab 12 Uhr: „Wir haben Agrarindustrie satt!“-Demonstration. Beginn: Potsdamer Platz, Abschluss: Brandenburger Tor.

Presseinformation

Zum Auftakt des Wahljahrs: „Wir haben es satt!“-Demonstration richtet neun Forderungen an die nächste Bundesregierung


Motto der Großdemonstration am 21.01.17 in Berlin: „Agrarkonzerne: Finger weg von unserem Essen!“ / Zentrale Themen: ungebremstes Höfesterben, Monsanto-Übernahme durch Bayer und Patente auf Lebensmittel und Saatgut


Berlin, 22.11.2016.
„Agrarkonzerne: Finger weg von unserem Essen!“ – unter diesem Motto werden am 21. Januar 2017 wieder Zehntausende in Berlin bei der 7. „Wir haben es satt!“-Demonstration für die Agrar- und Ernährungswende auf die Straße gehen. Bestimmendes Thema ist erneut das Höfesterben, das unverändert dramatische Dimensionen hat. In den letzten zehn Jahren mussten mehr als 40.000 Milchviehbetriebe und 64.000 Schweine haltende Höfe aufgeben – eine Trendumkehr ist nicht abzusehen. Im Fokus der Proteste steht auch die geplante Fusion von Bayer und Monsanto. Schon jetzt halten die beiden Konzerne eine Vielzahl von Patenten auf Leben, Saatgut und Pflanzen. Bei einer erfolgreichen Fusion würde der künftige Megakonzern auf einen Schlag zum globalen Marktführer im Bereich Pestizide und Saatgut. Die Demonstranten befürchten, dass der Konzern durch seine Monopolstellung noch mehr Macht über die Ernährungsgrundlagen der Welt erhalten würde. Sie kritisieren insbesondere, dass Bayer-Monsanto mit Saatgut, das nur gegen seine eigenen Pflanzenschutzmittel wie Glyphosat resistent ist, alternativlos für Bauern werden will.

Jochen Fritz, Organisator der Demo und Landwirt im Nebenerwerb, erklärt: „Wer die Saat hat, hat das Sagen - dieses alte bäuerliche Sprichwort ist heute immer noch richtig. Die Fusion von Bayer und Monsanto ist eine Gefahr für uns alle. Die Bundesregierung darf nicht länger zusehen, wie immer weniger Konzerne immer mehr Macht über unsere Teller und Äcker erhalten. Deswegen muss die Elefantenhochzeit von Bayer und Monsanto gestoppt werden! Nach der Wahl im Herbst erwarten wir von der nächsten Bundesregierung, dass sie die Agrarwende konsequent umgesetzt. Wir Bauern und Verbraucher sagen: Konzerne wie Bayer-Monsanto, Nestlé und Aldi dürfen nicht länger über unser Essen bestimmen!“

Man wolle die Agrarwende zum zentralen Thema im Wahlkampf machen, heißt es im Demonstrationsaufruf. 2017 sei ein Jahr der Entscheidungen: „Weiterhin Steuermilliarden für Agrar- und Chemieindustrie, Großgrundbesitz und Tierfabriken? Oder werden die regionale Landwirtschaft und das Lebensmittelhandwerk sowie Tier- und Umweltschutz gefördert?“, fragen die Veranstalter. Mit Blick auf die Wahl richten sie neun konkrete Forderungen an die zukünftige Bundesregierung. Ihre Absicht dabei: kleine und mittlere Bauernhöfe erhalten, den Weg zu gesundem Essen und mehr Tierwohl ebnen und Konzernmacht eindämmen.

Konkret fordern die 45 Trägerorganisationen unter anderem:

  • Jährlich 500 Millionen Euro mehr in bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft investieren sowie Anreize für besonders artgerechte Tierhaltung und umweltschonendere Bewirtschaftung schaffen!
  • Bis 2020 mindestens 50 % der öffentlichen Beschaffung aus regionaler und ökologischer Landwirtschaft!
  • Tierschutzgesetz ohne Ausnahmen umsetzen! Bis zum Jahr 2020 Antibiotika um mindestens 50 % reduzieren, Antibiotikamissbrauch sofort stoppen und Reserveantibiotika in der Tierhaltung verbieten!
  • Megakonzerne im Landwirtschafts- und Lebensmittelsektor aufbrechen und keine weiteren Fusionen – wie die von Bayer mit Monsanto – zulassen!

Den Aufruf und die neun Forderungen finden Sie hier: www.wir-haben-es-satt.de/aufruf

Termine:

Montag, 16.01.17, 10 Uhr
Pressekonferenz zur Demonstration
Ort: Berliner Pressekonferenz, Reichstagufer 14, 10117 Berlin

Samstag, 21.01.17, ab 8.30 Uhr
Traktorkonvoi
mit Durchfahrt bei der Bayer -Zentrale und beim Bundeslandwirtschaftsministerium

Samstag, 21.01.17, 12 Uhr
Demonstration „Agrarkonzerne: Finger weg von unserem Essen!“
Auftakt: Potsdamer Platz, Berlin
Abschlusskundgebung: ab ca. 14 Uhr, Brandenburger Tor

www.wir-haben-es-satt.de

Hintergrund:
Seit 2011 kommen alljährlich zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche zehntausende Menschen – Bäuerinnen und Bauern, Lebensmittelhandwerker, Tier-, Umwelt- und Naturschützer, Aktive der Entwicklungszusammenarbeit und kritische Konsumenten – bei eisigen Temperaturen in Berlin zusammen, um für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft zu demonstrieren. Die Demonstration wird getragen von einem breiten gesellschaftlichen Bündnis aus mehr als 45 Organisationen. Zum Trägerkreis gehören der BUND, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Brot für die Welt, Campact, Misereor, der Deutsche Tierschutzbund und viele mehr.
Weitere Informationen: www.wir-haben-es-satt.de/traeger

Für Rückfragen:
Christian Rollmann, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kampagne „Meine Landwirtschaft“ Tel.: 030-28482438, Mobil: 0151-51245795, Mail: presse@meine-landwirtschaft.de

Fotos vom 2. "Wir haben es satt!"-Kongress in druckfähiger Qualität
(zur freien Verwendung unter Angabe der Quelle: Wir haben es satt!/Die Auslöser Berlin)

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Pressemitteilung

Starkes Zeichen für gutes Essen und gute Landwirtschaft

500 TeilnehmerInnen beim 2. „Wir haben es satt!“-Kongress / Zum Abschluss symbolisches Tauziehen um die Lebensmittelerzeugung unter dem Motto: „Agrarkonzerne: Finger weg von unserem Essen!“ / Demonstration in Berlin am 21. Januar 2017

Berlin, 3.10.2016. Zum Abschluss des „Wir haben es satt!“-Kongresses veranstalteten die TeilnehmerInnen auf dem Mariannenplatz in Berlin-Kreuzberg ein symbolisches Tauziehen um die Agrar- und Ernährungswende. Bauern und in Tierkostümen verkleidete AktivistInnen riefen dabei in Richtung der Konzernvertreter von Bayer, Monsanto und Aldi, die versuchten sie über den Tisch zu ziehen: „Hände weg von unserem Essen!“ Der 2. „Wir haben es satt!“-Kongress fand seit Freitag in der Emmauskirche am Lausitzer Platz statt. 500 TeilnehmerInnen diskutierten vier Tage lang über Lebensmittelerzeugung, globale Machtverhältnisse und gesundes Essen. Zusammen mit dem Stadt Land Food-Festival, auf dem sich Besucher in zahlreichen Werkstätten über das Lebensmittelhandwerk informierten, setzten Zehntausende rund um die Markthalle Neun ein Zeichen für bäuerliche, handwerkliche Lebensmittelerzeugung und gesunde Lebensmittel.

Jochen Fritz, Leiter der Kampagne „Meine Landwirtschaft“ und Organisator der „Wir haben es satt!“-Demonstration, sagte: „Der Kongress war ein voller Erfolg. Wir wollen, dass die Agrarwende das zentrale Thema im Bundestagswahljahr wird, dafür gehen wir am 21. Januar 2017 wieder auf die Straße!“

Leonie Dorn von Aktion Agrar appellierte am Rande des Tauziehens an die EU-Kommission: „Die EU-Wettbewerbskommissarin Vestager muss die geplante Fusion von Bayer und Monsanto verhindern, denn schon heute haben die Megakonzerne viel zu viel Macht über unsere Ernährungsgrundlagen!“

Bildmaterial von der Aktion in druckfähiger Qualität (kostenfreie Nutzung, Urheber: Wir haben es satt!/Die Auslöser Berlin)

 

Pressekontakt
Christian Rollmann, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kampagne „Meine Landwirtschaft“, Tel: 030-28482438, Mobil: 0151-75142515, Mail: rollmann(at)meine-landwirtschaft.de 

Gemeinsame Pressemitteilung von Stadt Land Food-Festival und „Wir haben es satt!“-Kongress

Drei Tage bäuerliche Landwirtschaft und handwerkliche Lebensmittelerzeugung: Ein Fest und ein Kongress für gutes Essen im Herzen Berlin-Kreuzbergs / Zehntausende Besucher erwartet

Berlin, 1.10.2016. Zum Auftakt von „Wir haben es satt!“-Kongress und Stadt Land Food-Festival sprachen sich heute Veranstalter, Bauern und Referenten für eine bäuerliche Landwirtschaft und regionale, handwerkliche Lebensmittelerzeugung aus. Ihre Botschaft: Sie sind die Voraussetzung für die notwendige Agrar- und Ernährungswende – und gehören schon heute zu Berlin. Der „Wir haben es satt!“-Kongress und das Stadt Land Food-Festival finden bis einschließlich 3. Oktober rund um den Lausitzer Platz in Berlin-Kreuzberg statt.

Sabine Toepfer-Kataw, Staatssekretärin für Verbraucherschutz in Berlin, betonte die Wichtigkeit beider Veranstaltungen für Berlin: „Wir wollen den Menschen Lust machen auf gute Lebensmittel. Deswegen begrüßen wir es, dass man sich auf dem „Wir haben es satt!“-Kongress und Stadt Land Food-Festival über handwerklich und bäuerlich hergestellte Lebensmittel informieren und mit den Produzenten ins Gespräch kommen kann.“

Jochen Fritz, Leiter der Kampagne „Meine Landwirtschaft“ und Organisator der „Wir haben es satt!“-Demonstration, erklärte die Hintergründe des Kongresses, der bereits zum zweiten Mal stattfindet: „Am 21. Januar 2017 werden wir zum siebten Mal mit Zehntausenden auf die Straße gehen, um für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft zu demonstrieren. Zum zweiten Mal trifft sich unsere breite zivilgesellschaftliche Bewegung aus ErzeugerInnen und VerbraucherInnen zu einem Kongress, um miteinander zu diskutieren und die Positionen zu schärfen. Gemeinsam ziehen wir an einem Strang für die Agrar- und Ernährungswende!“

Nikolaus Driessen, Geschäftsführer der Markthalle Neun und Veranstalter des Stadt Land Food-Festivals erläutert die enge Kooperation: „ Mit dem Stadt Land Food-Festival wollen wir zeigen, wie die Alternative einer industriellen Massenproduktion ganz praktisch aussieht, schmeckt und sich anfühlt. Das ist das Besondere an diesem Festival, dass wir Theorie und Praxis verknüpfen. Mit über 350 Workshops, Vorträgen und Tastings, 130 Ständen und 11 Werkstätten sind wir die Bühne für eine bäuerliche und handwerkliche Lebensmittelerzeugung und -verarbeitung. Mitten in Berlin.“

Johanna Böse-Hartje, Bioland-Milchbäuerin und Mitglied im niedersächsischen Landesvorstand der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, äußerte sich zur aktuellen schweren Krise der Landwirtschaft: „Jedes Jahr schließen Tausende bäuerliche Betriebe für immer ihre Tore, gerade im Milchviehbereich ist die Lage dramatisch. Dieser Tatsache müssen die Politiker in Berlin und Brüssel ins Auge blicken und sofort ein Mengenreduzierungsprogramm schaffen! Verantwortlich für den Preisverfall sind auch die Großmolkereien, die sich gegen eine Reduzierung stellen, weil sie weiterhin viel billige Milch für den Export wollen. Als Erzeuger senden wir hier zusammen mit den Verbrauchern ein klares Signal an die Politik: Das Höfesterben muss ein Ende haben – in Deutschland und weltweit!“

Denis Mpagaze, MISEREOR-Partner und Journalist aus Tansania dokumentiert für das Bauernnetzwerk MVIWATA gravierende Fälle von Landraub in Tansania. Er zeigte auf, dass die in den Industrieländern entwickelten Strategien der Agrarmodernisierung bedenkliche Auswirkungen auf die bäuerliche Landwirtschaft u.a. in Tansania haben: „In Tansania und vielen anderen Ländern ist die Landwirtschaft kleinerer und mittlerer Betriebe in großer Gefahr. Landraub durch Staaten und Großinvestoren, auch im Zuge sogenannter Agrarmodernisierungen, nehmen den Menschen die Lebensgrundlage. Das Höfesterben ist kein rein deutsches Phänomen, sondern findet weltweit statt und muss dringend gestoppt werden, um die Existenz von mehr als einer Million bäuerlicher Betriebe zu sichern!“

Rudolf Bühler, Vorsitzender der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall, die das Fleisch für die Werkstatt Wurst auf dem Stadt Land Food-Festival liefert, sagte: „Gutes Fleisch von Tieren aus artgerechter Tierhaltung, handwerklich verarbeitet und regional vermarktet: Das ist zukunftsfähige Landwirtschaft. Denn sie schafft Wertschöpfung, stärkt ländliche Regionen und gibt uns Bauern Zukunft. Wir müssen weg von der immer billigeren Produktion für den Weltmarkt, stattdessen Partnerschaft leben mit den heimischen VerbraucherInnen!“

Beim anschließenden Rundgang über das Stadt Land Food-Festival wurden verschiedene Werkstätten, von Flüchtlingen betriebene Stände, der Conflict Food Cage und andere spannende Festivalpunkte besucht.

Hintergrund
Mehrere Zehntausende kommen dieser Tage rund um den Lausitzer Platz in Berlin-Kreuzberg zusammen, um gelebte Alternativen in der Lebensmittel- und Landwirtschaft kennenzulernen und über diese zu diskutieren. Entlang der Themenstränge „Landwirtschaft Macht Essen“ werden auf dem „Wir haben es satt!“-Kongress die globalen Machtverhältnisse im Agrar- und Ernährungssektor analysiert und Alternativen zu Höfesterben und Milchkrise erörtert. Auf dem Stadt Land Food-Festival können die Besucher erleben, wie handwerkliches Essen hergestellt wird und sich mit lokalen Erzeugern austauschen.

Pressekontakte
Christian Rollmann, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kampagne „Meine Landwirtschaft“, Tel: 030-28482438, Mobil: 0151-75142515, Mail: rollmann(at)meine-landwirtschaft.de

Lili Ingmann, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Stadt Land Food-Festival/Markthalle Neun, Tel.: 0176-57855468, Mail: presse(at)markthalleneun.de

Gemeinsame Pressemitteilung

Schulterschluss von Bauern und Verbrauchern: Starkes Signal gegen Agrarindustrie

23 000 Menschen demonstrieren in Berlin für bäuerliche Zukunftslandwirtschaft

Trotz eisiger Temperaturen und angeführt von 130 Traktoren – so viele wie nie zuvor – haben heute 23 000 Bauern und Verbraucher gemeinsam in Berlin für eine Agrarwende demonstriert. Unter dem Motto „Wir haben Agrarindustrie satt! Keine Zukunft ohne Bäuerinnen und Bauern“ zogen sie zum Bundeskanzleramt und forderten von der Bundesregierung die Weichen für eine bäuerliche und ökologischere Zukunftslandwirtschaft zu stellen. Bauern, Imker, Tier- und Naturschützer, Aktive in der Entwicklungszusammenarbeit, Lebensmittelhandwerker und Köche demonstrierten für Bauernhöfe, die umwelt- und klimafreundlich wirtschaften, damit das Recht auf Nahrung weltweit sichern, starke Strukturen im ländlichen Raum erhalten, artgerechte Tierhaltung verwirklichen, gentechnikfrei arbeiten und deren Grundsatz fairer Handel ist.

„Angesichts der katastrophalen und strukturzerstörenden Erzeugerpreise für Milch und Schweinefleisch ermutigen dieser starke Rückhalt und die Wertschätzung der Gesellschaft, den Kampf für den Erhalt unserer Höfe energisch zu führen“, so Ottmar Ilchmann, Milchbauer aus Ostfriesland. „Die Agrarpolitik in Berlin und Brüssel ist verantwortlich für die Rahmenbedingungen, die zu Überproduktion und Erzeugerpreisen deutlich unter den Produktionskosten führen. Dabei zerstören Agrarexporte zu Dumpingpreisen für den Weltmarkt bäuerliche Strukturen und regionale Märkte für Bauern hier und in der ganzen Welt. Die Bundesregierung muss jetzt umsteuern, damit es sich für Bauern lohnt, gute Lebensmittel für den heimischen Markt zu produzieren.“

Der lange Trecker-Konvoi wurde von der Menge auf dem Potsdamer Platz jubelnd empfangen. „Die Bauern stehen in der Mitte der Gesellschaft“, kommentierte Jochen Fritz, Landwirt und Sprecher der Demonstrations-Bündnisses „Wir haben es satt!“ den gemeinsamen Protest. „Die Menschen wollen, dass Bauern und nicht Konzerne ihr Essen erzeugen, sie wollen gesundes Essen, keine Gentechnik auf dem Acker, im Trog und auf dem Teller, sie wollen, dass Tiere auf der Weide grasen können, Schweine auf Stroh stehen und keine Schwänze oder Schnäbel abgeschnitten werden. Und die Bauern sind bereit dafür! Worauf wartet die Bundesregierung?“, so Fritz weiter.

Auch Sarah Wiener, Köchin aus Berlin, forderte einen Umbau des Ernährungssystems: „Wir wollen den Wandel mit Fairness und Genuss! Gute, köstliche Lebensmittel bekommen wir nur, wenn wir achtsam mit unserer Umwelt, den Pflanzen und Tieren umgehen. Wenn wir verstehen, dass wir mit der Natur arbeiten müssen und nicht gegen sie, werden wir die Wertschätzung für das, was uns ernährt wieder erlangen. Davon profitieren die Bauern, die Böden und die Nutztiere.“

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Aufgerufen zur sechsten „Wir haben es satt!“-Demonstration anlässlich der Grünen Woche hatte ein breites gesellschaftliches Bündnis von über 100 Organisationen aus Landwirtschaft, Imkerei, Natur-, Tier- und Verbraucherschutz, Entwicklungsorganisationen und dem Lebensmittelhandwerk. Weitere Informationen unter www.wir-haben-es-satt.de

Fotos:

Bilder der Demonstration stehen Ihnen unter folgendem Link zur Verfügung:
flic.kr/s/aHskpn2uVw
Alle Fotos: „Volker Gehrmann / Jan Ganschow“

Kontakt:

Interview-Anfragen:           

Jochen Fritz, fritz@meine-landwirtschaft.de, Tel.: 0171-8229719

Reinhild Benning, benning@germanwatch.org, Tel.: 0175-7263779

Ulrich Jasper, jasper@abl-ev.de, Tel.: 0160-94804331

Allgemeine Anfragen:       

Iris Kiefer, kiefer@wir-haben-es-satt.de, Tel.: 0176-2352205

 

Zu den einzelnen Themen finden Sie hier Statements der Rednerinnen und Redner:

Zu den geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA

Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):

„Bäuerliche Betriebe und die Verbraucher sind die Verlierer der Freihandelsabkommen TTIP und CETA. Die Agrarindustrie will über TTIP und CETA Verbraucherschutzstandards senken. Hormonfleisch und Gen-Food ohne Kennzeichnung könnten dann auch in unseren Supermarktregalen landen. Das Gentechnikkapitel in CETA zeigt, dass die EU-Kommission beim Verbraucherschutz zu faulen Kompromissen bereit ist. Anstatt ihn zu schwächen muss die Bundesregierung endlich dafür sorgen, dass der Verbraucherschutz gestärkt wird".

Zu Tierschutz in der Landwirtschaft

Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes

„Die Demo ‚Wir haben es satt‘ zeigt: Es gibt eine eklatante Lücke zwischen dem vollzogenen Wertewandel in der Mitte der Gesellschaft und dem Vollzug des Tierschutzgesetzes. Dafür sind der Bundesminister und die Bundesregierung verantwortlich. Wir dürfen nicht mehr zulassen, dass diese Bundesregierung im Tierschutz immer rückwärts denkt und damit glaubt, vorwärts zu kommen. Jeder Schritt von Bundesagrarminister Schmidt, gerade der freiwillige, ist anzuerkennen und zu loben, wenn damit ein Mehrwert für Tier und Umwelt verbunden ist. Aber das darf einen Gesetzgeber nicht dazu verlocken, seine Pflichten nicht wahrzunehmen.“

Zur Perspektive des globalen Südens zum Thema Milch

Kerstin Lanje, Agrarexpertin von Misereor

„In Burkina Faso unterbieten Milchexporte aus Europa den heimischen Milchpreis mittlerweile um über 60 Prozent. Diese Politik verursacht Armut und Hunger. Deswegen müssen wir die Exporte zu ‚Dumpingpreisen‘ in Länder des globalen Südens, die die Lebensgrundlage der Bauern vor Ort zerstören, sofort stoppen. Gemeinsam mit den Bäuerinnen und Bauern fordern wir politische Rahmenbedingungen zur Beendigung der Überproduktion und Exportorientierung bei Fleisch und Milch in Europa!“

Zum Thema Landwirtschaft und Gesellschaft

Chris Methmann, Agrarexperte von Campact

„Dass Bauern zusammen mit Verbrauchern demonstrieren, Tierschützer mit Tierhaltern, Veganer und Milchbauern zusammen auf die Straße gehen, zeigt: Die Bewegung für eine andere Landwirtschaft kommt aus allen Teilen der Gesellschaft. Zusammen werden wir die Agrarwende durchsetzen. Die sechste ‚Wir haben es satt‘-Demo zeigt endgültig: Wir sind gekommen, um zu bleiben!“

Zum Thema Ökolandbau

Christina Henatsch, Demeter-Bäuerin auf Gut Wulfsdorf

„Ein ‚Weiter-so‘ wie bisher zerstört unsere Lebensgrundlagen. Wir müssen umsteuern und unsere Landwirtschaft fit für die Zukunft machen. Millionen Bio-Bauern überall auf der Welt zeigen heute schon wie man gesunde Lebensmittel herstellt und dabei Klima und Trinkwasser schützt, den Boden fruchtbar hält, Tiere wesensgemäß behandelt und Hunger auf dem Land bekämpft.“

Zum Thema Ernährungssouveränität

Julia BarTal, 15th Garden

„Der 16. Januar wurde auch zum internationalen Kampagnen-Tag gegen die Belagerung von ganzen Städten und Gemeinden in Syrien ausgerufen. Wer Ernährungssouveränität fordert, kann nicht wegsehen, wenn Menschen von ihrem eigenen Regime in das politische Aufgeben gehungert werden. Dieser seit Jahren andauernden Praktik sind hunderttausende Menschen in ganz Syrien ausgesetzt – mit dem Wissen und dem Wegsehen der internationalen Gemeinschaft. Wir wehren uns gegen das Erschließen neuer Märkte für die Interessen von Monsanto, Bayer und Co. unter dem Deckmantel der humanitären und entwicklungspolitischen Hilfe. Menschen in Kriegen zu unterstützen kann und darf nicht für die Interessen von großen Agrarkonzernen geschehen.“

Pressemitteilung

Bauern und Verbraucher gemeinsam für zukunftsfähige Landwirtschaft

Repräsentative Forsa-Umfrage zeigt: über 70 Prozent der Bauern befürworten Qualitäts-Kennzeichnung von Milch- und Fleischprodukten

Berlin, 12.01.2016 | Unter dem Motto „Agrarindustrie ist Mist“ wurde heute eine große Fuhre Mist vor dem Bundestag auf die Straße gekippt, gespickt mit Schildern auf denen „Gentechnik“, „TTIP“, „Tierfabriken“ und „Existenzbedrohende Milchpreise“ zu lesen war. Die Aktion unterstrich das Motto der „Wir haben Agrarindustrie satt!“-Großdemonstration am kommenden Samstag in Berlin.

Zuvor hatte das Demonstrationsbündnis eine repräsentative Forsa-Umfrage unter Bauern vorgestellt. Demnach ist die Mehrheit der Landwirte in Deutschland der Meinung, dass eine qualitative Kennzeichnung von Fleisch- und Milch­produkten eingeführt werden sollte. 85 Prozent befürworten eine Herkunftskennzeichnung, 75 Prozent wollen, dass erkennbar ist, wenn Gentechnik-Futtermittel im Trog waren und 71 Prozent stimmen für eine Kennzeichnung der Tierhaltungsform.

„Agrarminister Schmidt drückt sich mit der freiwilligen Tierwohldiskussion vor tatsächlicher Transparenz bei Fleisch und Milch. Das haben Bauern gründlich satt“, sagte Reinhild Benning, Agrarexpertin von Germanwatch. „Nur mit der Kennzeichnungspflicht bekommen Bauern aus der Region, mit besonders tiergerechter Haltung und heimischen Futtermitteln eine faire Chance, dass Verbraucher ihre Produkte erkennen und angemessen  bezahlen. Mit der Pflichtkennzeichnung muss die Bundesregierung die Irreführung von Verbrauchern stoppen und dafür Sorge tragen, dass diese auch erkennen können, was sie meiden wollen – wie zum Beispiel Gentechnik im Futter.“

Johanna Böse-Hartje, Milchbäuerin aus Niedersachsen: „Wenn Bauern für einen Liter Milch 20 Cent weniger erhalten als das, was sie an Kosten hatten, können sie ihre Betriebe auf Dauer nicht halten. Doch immer mehr Landwirte sehen das Potenzial von regionalen Lebensmitteln und Produkten aus tier- und umweltgerechter Haltung ohne Gentechnik-Einsatz und wollen es besser nutzen, denn die Verbraucher fragen danach. Die „Wir haben es satt!“-Demonstrationen sind aus der Überzeugung entstanden, dass wir einen Umbau der Landwirtschaft nur im Schulterschluss zwischen Bäuerinnen und Bauern, ob bio oder konventionell, und den Verbrauchern erreichen können.“

Kannaiyan Subramaniam, Milchbauer aus Indien und Landwirtevertreter, beschrieb die Auswirkungen europäischer Landwirtschaft: „Wir sind sehr froh, dass ein Großteil der deutschen Bauern erkannt hat, dass der Export von Milchpulver zu Dumpingpreisen keine Chance für sie bietet. Denn der Import von europäischem Milchpulver 2009 und 2011 hatte desaströse Folgen für die Milchbauern in Indien. Heute leiden indische Bauern unter einer ähnlichen Milchkrise wie die Bauern in Europa und können ihre Milch nur sehr billig vermarkten. Wenn der Milchmarkt weiter geöffnet wird, wird die bäuerliche Milchproduktion in Indien – und das betrifft 70 Millionen Familien – komplett kollabieren.“

Böse-Hartje abschließend: „Gemeinsam werden am 16. Januar 2016 tausende Bäuerinnen und Bauern zusammen mit vielen anderen engagierten Menschen für eine ökologischere und bäuerliche Landwirtschaft hier und weltweit auf die Straße gehen. Und es werden wieder viele Dutzend Traktoren sein, die unseren Demozug begleiten und noch kraftvoller machen.“

Die „Wir haben es satt!“-Demonstration findet zum sechsten Mal zeitgleich mit der Internationalen Grünen Woche in Berlin statt. Immer mehr Menschen setzen sich ein für eine Agrarwende, damit es der Landwirtschaft, Menschen, Tieren und Umwelt besser geht. Die Demonstration wendet sich einmal mehr gegen Gentechnik in der Landwirtschaft, gegen Agrarindustrie und die Freihandelsabkommen TTIP und CETA. Außerdem steht die Solidarität mit den Milchbauern im Zentrum der Kundgebungen am Potsdamer Platz und am Bundeskanzleramt.

Pressemitteilung vom 6.1.2016

Keine Zukunft ohne Bäuerinnen und Bauern

„Wir haben Agrarindustrie satt!“-Demonstration kritisiert Landwirtschaftspolitik der Bundesregierung und fordert Qualitäts- statt Exportoffensive

Berlin, 06.01.2016 | Am 16. Januar 2016 werden zum sechsten Mal tausende Menschen in Berlin für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft demonstrieren. Die „Wir haben Agrarindustrie satt!“-Demonstration wirft der Bundesregierung vor, die Gewinne einer exportorientierten Agrar- und Ernährungsindustrie über die Interessen von Bäuerinnen und Bauern, dem Lebensmittelhandwerk, Umwelt- und Tierschutz sowie einer solidarischen Entwicklungspolitik zu stellen.

„Die Landwirtschaft steht am Scheideweg: Wird unser Essen zukünftig noch von Bäuerinnen und Bauern für den Bedarf einer Region erzeugt oder von Konzernen, die für den Weltmarkt produzieren? Ist die Agrarindustrie mit ihren Dumping-Exporten weiter mitverantwortlich dafür, dass Millionen Menschen weltweit hungern oder gestalten wir die Ernährungswirtschaft endlich zukunftsfähig, so dass sie niemanden zur Flucht zwingt? Diese Fragen bewegen immer mehr Menschen“, so Jochen Fritz, Sprecher der „Wir haben es satt“-Demonstration und Landwirt im Nebenerwerb. „Billig-Exporte zerstören bäuerliche Höfe weltweit. Seit 1975 sank die Zahl der Bauernhöfe allein in Deutschland von einer Million auf 285.000 Betriebe. Während der Agrarexport in den Jahren 2007 bis 2010 boomte, musste hierzulande jeder fünfte Bauernhof die Tore schließen – so viele wie fast in keinem anderen Land der EU. Der Grund: Weltmarktpreise decken die Kosten der Bauernhöfe nicht“, erläutert Fritz.

Die anhaltenden Tiefstpreise von unter 28 Cent pro Liter Milch und 1,25 Euro pro Kilogramm Schweinefleisch sicherten zwar Weltmarktanteile für Molkereien und Schlachtkonzerne, drängten aber tausende Höfe zum Aufgeben. Die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA würden den Druck auf die bäuerliche Landwirtschaft zusätzlich verschärfen. Um das Höfesterben zu stoppen, bedürfe es daher ein Umsteuern der Bundesregierung in der Agrarpolitik: mit einer Orientierung hin zu einer gesellschaftlich gewünschten Qualitätserzeugung statt ruinösen Billigexporten, mit effektivem Tierschutz, konsequenter Gentechnikfreiheit und wirksamen Umweltstandards.

Fritz weiter: „Die Tierhaltung wandert hierzulande in die Hände von Agrarindustriellen, es entstehen Tierfabriken mit 60.000 Schweinen, 2.000 Kühen oder 1 Million Hühnern. Mit überaus laschen Umweltgesetzen sorgt die Bundesregierung außerdem dafür, dass Gülletransporte aus Nachbarländern ohne verbindliche Kontrollen in Deutschland landen. Es gibt keine gesellschaftliche Akzeptanz für die staatliche Förderung von immer weiteren Tierfabriken mit hohem Antibiotikaeinsatz. Wir protestieren gegen Millionen an direkten und versteckten Subventionen für Fleischkonzerne und deren Exportfixierung. Die Bundesregierung hat die Gesellschaft hinter sich, wenn sie Steuergelder konsequent für einen Umbau der Tierhaltung umschichten würde, so wie der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz der Bundesregierung kürzlich empfohlen hat. Auch der Einsatz heimischer Futtermittel und eine handwerkliche Verarbeitung werden zunehmend von der Gesellschaft gewünscht.“

Die „Wir haben Agrarindustrie satt!“-Demonstration wird von tausenden Bäuerinnen und Bauern getragen, viele von ihnen fahren mit ihren Traktoren zur Demonstration nach Berlin. Aufgerufen zur Demonstration hat ein Bündnis aus über 100 Organisationen, die sich für eine faire und verantwortliche Landwirtschaft- und Lebensmittelpolitik einsetzen.

Einladung: Pressekonferenz zur “Wir haben Agrarindustrie satt!“-Demonstration, 12. Januar 2016, 10 Uhr, Bundespresseamt (Raum 4) in der Dorotheenstraße 84, 10117 Berlin, mit anschließender Foto-Aktion „Agrarindustrie ist Mist“ um 11.30 Uhr vor dem Deutschen Bundestag (Details folgen).

Presseankündigung vom 3.12.2015

Sechste „Wir haben es satt!“-Demonstration fordert bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft

Am 16. Januar 2016 gehen zum sechsten Mal Bauern, Verarbeiter und Verbraucher in Berlin auf die Straße. Unter dem Motto „Wir haben Agrarindustrie satt! Keine Zukunft ohne Bäuerinnen und Bauern!“ demonstrieren sie gemeinsam für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft.

Im Zentrum der Forderungen des breiten Bündnisses stehen dabei faire Marktbedingungen für Bauern, denn bei sinkenden Erzeugerpreisen von aktuell bereits weniger als 1,30 € pro Kilogramm Schweinefleisch und unter 0,30 € pro Liter Milch sowie zunehmender Landnahme durch Investoren würden immer mehr Betriebe ihre Tore schließen. Weitere Forderungen sind u.a. die Umsetzung des Rechts auf Nahrung weltweit, eine tier- und umweltfreundliche Landwirtschaft sowie fairer Zugang zu Land weltweit.

An EU-Agrarkommissar Phil Hogan, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt appelliert das „Wir haben es satt!“-Bündnis, die Förderung von Agrarkonzernen zu beenden sowie sich für eine Qualitäts- statt für eine Exportoffensive und den Stopp der Freihandelsabkommen TTIP und CETA einzusetzen.

Die Demonstration startet am 16. Januar 2016 um 12 Uhr auf dem Potsdamer Platz in Berlin und wird von einem Treckerkorso begleitet. Weitere Informationen finden Sie unter www.wir-haben-es-satt.de.

Gemeinsame Pressemitteilung vom 17.1.2015

50 000 Menschen fordern den Stopp von Tierfabriken, Gentechnik und TTIP

Bauern und Verbraucher gehen vereint für eine Agrarwende auf die Straße

Berlin, 17.01.2015 | Am heutigen Samstag gingen in Berlin zum fünften Mal Bäuerinnen und Bauern, Imkerinnen und Imker zusammen mit Verbraucherinnen und Verbrauchern für eine grundlegend andere Agrarpolitik auf die Straße. Das Bündnis fordert von der Bundesregierung eine klare Absage an das EU-USA-Handelsabkommen TTIP, einen wirksamen gesetzlichen Schutz der Land- und Lebensmittelwirtschaft vor der Gentechnik sowie den sofortigen Stopp des weiteren Ausbaus von Mega-Ställen. Ein Traktorenkonvoi mit über 90 Traktoren führte den Zug  von 50 000 DemonstrantInnen an.

Das „Wir haben es satt!“-Bündnis hat in den letzten Jahren viel erreicht: TTIP ist in aller Munde und 97% der Europäer lehnen mehr Macht für Konzerne ab. Bürgerinitiativen haben mit Hilfe des neuen Baugesetzes mehr als 100 Mega-Ställe verhindert. Gentechnik hat durch das Engagement einer breiten Bewegung auf unseren Äckern keinen Fuß gefasst. Doch dies sind nur die Anfänge einer dringend notwendigen Agrarwende für eine Zukunft der Landwirtschaft in bäuerlicher Hand mit Rückhalt in der Gesellschaft.

„Das EU-USA-Handelsabkommen (TTIP) dient einseitig global agierenden Konzernen und wird vielen bäuerlichen Betrieben hier und weltweit  die Existenzgrundlage entziehen. Gleichzeitig drohen die Verbraucherstandards gesenkt zu werden“, sagt Jochen Fritz, Sprecher des „Wir haben es satt!“-Bündnisses. „Das heißt mehr Gentechnik im Trog und Hormonfleisch durch die Hintertür. Deswegen fordern wir von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel TTIP zu stoppen!“

Auch die Agrarpolitik der Bundesregierung wird von den Veranstaltern scharf kritisiert: Sie habe dazu beigetragen, dass beispielsweise seit dem Jahr 2000 mehr als Dreiviertel der SchweinehalterInnen aufgegeben haben, während Fleischkonzerne zunehmend die Tierhaltung übernähmen. Trotz eines Selbstversorgungsgrades mit Fleisch von 120 % würden weiter Mega-Ställe in Deutschland genehmigt. 

„Die Strategie, die Produktion immer weiter auszudehnen, was zu Dumping-Exporten auf dem Weltmarkt führt, ist gescheitert. Die Landwirtschaft in Deutschland braucht eine Zukunft jenseits von Tierfabriken und Mega-Schlachthöfen“, so Fritz weiter. „Wenn die Bundesregierung jetzt nicht handelt, zementiert sich eine agrarindustrielle Struktur, die nicht mehr veränderbar ist. Die Zukunft liegt in der Ernährungssouveränität auf Basis regionaler Märkte.“

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Zu den einzelnen Themen finden Sie hier Statements der Rednerinnen und Redner:

Zu bäuerlicher Landwirtschaft

Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL):

„Aktuelle Erzeugerpreise von 1,30 Euro pro Kilo Schweinefleisch und 28 Cent pro Liter Milch zerstören die Existenzen vieler bäuerlicher Betriebe. Doch die Bundesregierung rät den Bauern weiter zum ‚Wachsen oder Weichen‘. Sie räumt dem Export höchste Priorität ein und bedient damit die Interessen der Agrarindustrie nach billigen Rohstoffen. Wir fordern als Bäuerinnen und Bauern die Bundesregierung auf, die Rahmenbedingungen für faire Preise und für kleine und mittlere bäuerliche Betriebe deutlich zu verbessern. Dafür kämpfen wir weiter im Bündnis mit der Zivilgesellschaft.“

Zum Freihandelsabkommen TTIP

Christoph Bautz, Geschäftsführer von Campact:

"Wenn Monsanto, Bayer und Co. mit TTIP und CETA Gentechnik-Verbote aushebeln können, dann trifft das auf den breiten Widerstand der Bevölkerung. Private Schiedsgerichte, vor denen Konzerne Staaten verklagen können, sind ein Angriff auf Verbraucherrechte und unseren Rechtsstaat. Doch der heutige Tag zeigt, welch kraftvolle Bürgerbewegung gegen TTIP und CETA entsteht."

Zu Tierfabriken

Hubert Weiger, Vorsitzender des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):

„Der Protest gegen die bisherige Agrarpolitik bringt erste Erfolge. Dank bundesweit rund 250 Bürgerinitiativen wurden mehr als 100 geplante Riesen-Ställe nicht gebaut. Endlich werden artgerechte Ställe stärker gefördert und Agrarminister Schmidt hat angekündigt, gegen den überhöhten Antibiotika-Einsatz in der Tierhaltung vorzugehen. Noch immer profitieren Fleischkonzerne und Handelsketten davon, dass die Agrarindustrie ihre Produktionskosten auf die Allgemeinheit abwälzt. Zugleich wächst das Bewusstsein der Verbraucher über die Risiken und Nebenwirkungen der industriellen Landwirtschaft. Die Lebensmittelerzeugung in bäuerlichen und mittelständischen Betrieben muss endlich vor unfairen Wettbewerbsbedingungen geschützt werden und mehr Anerkennung finden."

Zu der internationalen, bäuerlichen Perspektive

Elizabeth Mpofu, Internationales Sekretariat von La Via Campesina:

„Wir Kleinbauern brauchen Schutz vor einer Industrialisierung von Landwirtschaft und Ernährungssystemen, die im Namen von Fortschritt und Wachstum von den Multinationalen Konzernen, aber auch der Politik vorangetrieben wird. Eines von vielen negativen Beispielen, die eine Bedrohung von Kleinbauern darstellt, ist die sogenannte  New Alliance for Food Security and Nutrition der G7 Staaten. Diese Initiativen stehen dafür was wir nicht wollen. Nicht in Afrika und nicht in Europa. Was wir fordern ist eine globale Ernährungswende im Sinne von Ernährungssouveränität und Agrarökologie.“

Stig Tanzmann, Landwirtschaftsexperte von Brot für die Welt:

„Die Politik auf deutscher, europäischer und globaler Ebene muss endlich die Grundlagen dafür schaffen, dass die Bäuerinnen und Bauern, die die Ernährung der Welt sichern, angemessen für ihre harte Arbeit entlohnt werden und eine gesicherte Zukunft haben. Dies verlangt aus unserer Sicht eine radikale Abkehr einer Exportorientierung und dem Dogma Wachse oder Weiche. Die Produzenten von Lebensmitteln dürfen nicht länger von Agrarkonzernen gegeneinander ausgespielt werden, um ihre Profite zu sichern.“

Zu Gentechnik

Sabine Obermeier, Junges Bioland:

„Niemand kann die Wirkung von GVOs in Ökosystemen vorhersagen, auch nicht nach jahrelanger Forschung. So bleibt Gentechnik ein unberechenbares Risiko! Auf Kosten der genetischen Vielfalt wirtschaften, das kann nicht die Landwirtschaft der Zukunft sein. Mit Vielfalt wollen wir der Zukunft den Hof machen: Biodiversität und Unabhängigkeit bei der Wahl des Saatgutes sind wichtige Schlüssel dazu.“

www.wir-haben-es-satt.de

 

Fotos:

Bilder der Demonstration stehen Ihnen unter folgendem Link zur Verfügung:

https://www.flickr.com/photos/80493129@N08/sets/72157647995393114/ Alle Fotos: „DieAusloeser.net,

Berlin“

Informationen:

Die Demo-Forderungen beruhen auf den Fakten des Weltagrarberichts, in dem 400 internationale WissenschaftlerInnen eine Neuausrichtung der Landwirtschaft fordern: www.weltagrarbericht.de

 

 

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