Wir haben es satt!

Mit dem Trecker zur Demo

Jahr für Jahr führen Bäuerinnen und Bauern mit ihren Treckern die "Wir haben es satt!"-Demonstration an. Quer durch die Republik legen sie ihren Weg zurück, um ein deutliches Zeichen an die Politik zu senden: Ein „Weiter so“ ist keine Option! Sie sind aber auch diejenigen, die das Signal senden, dass die Landwirtschaft in die Mitte die Gesellschaft gehört und dass eine zukunftsfähige Landwirtschaft möglich ist.

„Mit dem Trecker zur Demo“ sind kurze Interviews mit Bäuerinnen und Bauern über deren Wünsche, Motivationen und Ziele.

Martin Ramschulte kommt mit seinem Fahrrad aus Schöppingen, Kreis Borken, nach Berlin zur Demo. Sein Anliegen ist eine bäuerliche Landwirtschaft. Er ist bereits Rentner, doch sein Sohn soll den 25ha-Schweinemastbetrieb im Nebenerwerb weiterführen. Weiterlesen...

Wir freuen uns jedes Jahr besonders über die jungen Bauern und Bäuerinnen, die zu uns nach Berlin kommen. Auch unser Demonstrationszug wird dieses Jahr von einem Jungbäuer*innen- und Jugend-Block angeführt. Ein Beispiel für einen solchen Jungbauern ist Maximilian Finke. Zusammen mit einigen Klassenkameraden aus Kleve hat er sich auf den Weg nach Berlin gemacht, wie er uns im Interview erklärt.

Kirsten hat einen Hof mitten in Schleswig-Holstein und kommt dieses Jahr endlich auch mit ihrem eigenen Trecker zur Demo. Im Interview merkt man sofort, dass sie das Dasein als Bäuerin liebt, aber die wirtschaftlichen Strukturen mehr als satt hat.

In drei Tagen von Hebrum nach Berlin! Wolfram Höhn steigt zum zweiten Mal im Emsland auf seinen Trecker und fährt bei eisigen Temperaturen 500 Kilometer, um am Samstag dabei zu sein. Das finden wir einfach toll! Und scheinbar auch die Neue Osnabrücker Zeitung, die ihn hier portraitiert hat.

Außerdem gibt es hier noch ein Video von Wolframs Abfahrt.

Internationale Solidarität ist ein wichtiger Aspekt der "Wir haben es satt!"-Bewegung. Einer der vielen internationalen Gästen ist dieses Jahr Lars Veraart aus Rumänien. Lars ist Bauer und Mitglied in der Organisation Eco Ruralis, die sich für die Förderung biologischer und traditioneller landwirtschaftlicher Methoden einsetzt. Im Interview erfahrt Ihr von seinen Erfahrungen aus seiner Heimat und was sich seiner Meinung nach in in Zukunft ändern muss.

Nicht nur Bauern und Bäuerinnen kommen zur Demo. Auch das Lebensmittelhandwerk ist ein wichtiger Teil unserer Bewegung. In diesem Videointerview erklärt uns André Heuck, Betriebsleiter der Biobäckerei Schubert in Augsburg und zweiter Vorstand des Vereins "Die Freien Bäcker", warum er dieses Jahr zum ersten Mal bei "Wir haben es satt!" dabei ist.

Ottmar Ilchmann ist konventioneller Milchbauer aus Ostfriesland und kommt seit Jahren zur Demo in Berlin, um sich für gerechte Milchpreise und eine bäuerliche Landwirtschaft einzusetzen. Im Interview lest Ihr, was ihn motiviert und was er sich für die Zukunft wünscht.

Bioland-Bauer Reiner Bohnhorst war von Anfang an bei der "Wir haben es satt!"-Demo in Berlin dabei, fast immer mit einem oder mehreren Treckern. Im Interview mit dem bioland-Fachmagazin erklärt er, warum die Demo nicht nur ein Protest der Bio-Bauern ist, sondern ein Schulterschluss der gesamten Gesellschaft.

Die Jungbäuerin Kerstin Maaß kommt den ganzen Weg aus Werther in Nordrhein-Westfalen mit ihrem Trecker gefahren, um die Demo am 21. Januar zu unterstützen. In diesem Artikel des Westfalen-Blatts erfahrt Ihr mehr über die Situation ihres Hofes und über die Motivation, sich dem Demo-Zug anzuschließen.