Landwirtschaft Macht Essen - Zweiter „Wir haben es satt!“-Kongress


SAVE THE DATE! Wir laden euch ein zum 2. „Wir haben es satt!“-Kongress in Berlin. Vom 30. September bis zum 3. Oktober 2016 wollen wir uns unter dem Motto „Landwirtschaft Macht Essen“ damit beschäftigen wo unser Essen herkommt, welche globalen Machtgefüge die Lebensmittelproduktion steuern und wie wir den Umbau der Landwirtschaft gestalten können.

Freut euch auf vier Tage voll mit spannenden Diskussionen, Impulsen, Guten Beispielen gelebter Alternativen, Arbeitsgruppen und Aktivwerkstätten rund um die Landwirtschaft und das Essen der Zukunft. Parallel bietet das "Stadt Land Food – Festival"  interessante Märkte und Werkstätten. 

Das Programm gibt's hier. Ab sofort könnt ihr euch für den Kongress anmelden.


Eindrücke vom letzten Kongress mit 400 Teilnehmer*innen, über 30 Veranstaltungen und einem bunten kulturellen Rahmenprogramm gibt es hier.

Ganz ganz herzlichen Dank an alle, die die 6. „Wir haben es satt!“-Demonstration zu einem vollen Erfolg haben werden lassen!

Ein ganz besonderer Dank gilt all den Bäuerinnen und Bauern, die mit ihren Traktoren zum Potsdamer Platz angereist sind! Ihr seid es, um die es uns geht – gemeinsam mit euch schaffen wir den Weg zu einer zukunftsfähigen Landwirtschaft!

Ein riesiges Dankeschön auch an alle freiwilligen Helferinnen und Helfern rund um die Vorbereitung und Durchführung der Demo – ohne euch wäre dieses Ereignis so nicht möglich.

Großen Dank auch an all unsere TrägerInnen, FörderInnen und UnterstützerInnen, die unsere Breite und Vielfalt begründen und ermöglichen.

Und ein DANKE natürlich jeder/m Einzelnen der 23.000 Menschen, die bei eisigen Temperaturen zum Regierungsviertel demonstrierten und mit uns für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft streiten!

Zu unseren Fotos vom Tag geht es ihr hier.

Zur Video-Dokumentation des Soup&Talks geht es hier.

Zur Dokumentation der Redebeiträge auf den Bühnen geht es hier.

Zum Pressespiegel geht es hier.

Schulterschluss von Bauern und Verbrauchern: Starkes Signal gegen Agrarindustrie

23 000 Menschen demonstrieren in Berlin für bäuerliche Zukunftslandwirtschaft

Trotz eisiger Temperaturen und angeführt von 130 Traktoren – so viele wie nie zuvor – haben heute 23 000 Bauern und Verbraucher gemeinsam in Berlin für eine Agrarwende demonstriert. Unter dem Motto „Wir haben Agrarindustrie satt! Keine Zukunft ohne Bäuerinnen und Bauern“ zogen sie zum Bundeskanzleramt und forderten von der Bundesregierung die Weichen für eine bäuerliche und ökologischere Zukunftslandwirtschaft zu stellen. Bauern, Imker, Tier- und Naturschützer, Aktive in der Entwicklungszusammenarbeit, Lebensmittelhandwerker und Köche demonstrierten für Bauernhöfe, die umwelt- und klimafreundlich wirtschaften, damit das Recht auf Nahrung weltweit sichern, starke Strukturen im ländlichen Raum erhalten, artgerechte Tierhaltung verwirklichen, gentechnikfrei arbeiten und deren Grundsatz fairer Handel ist.

„Angesichts der katastrophalen und strukturzerstörenden Erzeugerpreise für Milch und Schweinefleisch ermutigen dieser starke Rückhalt und die Wertschätzung der Gesellschaft, den Kampf für den Erhalt unserer Höfe energisch zu führen“, so Ottmar Ilchmann, Milchbauer aus Ostfriesland. „Die Agrarpolitik in Berlin und Brüssel ist verantwortlich für die Rahmenbedingungen, die zu Überproduktion und Erzeugerpreisen deutlich unter den Produktionskosten führen. Dabei zerstören Agrarexporte zu Dumpingpreisen für den Weltmarkt bäuerliche Strukturen und regionale Märkte für Bauern hier und in der ganzen Welt. Die Bundesregierung muss jetzt umsteuern, damit es sich für Bauern lohnt, gute Lebensmittel für den heimischen Markt zu produzieren.“

Der lange Trecker-Konvoi wurde von der Menge auf dem Potsdamer Platz jubelnd empfangen. „Die Bauern stehen in der Mitte der Gesellschaft“, kommentierte Jochen Fritz, Landwirt und Sprecher der Demonstrations-Bündnisses „Wir haben es satt!“ den gemeinsamen Protest. „Die Menschen wollen, dass Bauern und nicht Konzerne ihr Essen erzeugen, sie wollen gesundes Essen, keine Gentechnik auf dem Acker, im Trog und auf dem Teller, sie wollen, dass Tiere auf der Weide grasen können, Schweine auf Stroh stehen und keine Schwänze oder Schnäbel abgeschnitten werden. Und die Bauern sind bereit dafür! Worauf wartet die Bundesregierung?“, so Fritz weiter.

Auch Sarah Wiener, Köchin aus Berlin, forderte einen Umbau des Ernährungssystems: „Wir wollen den Wandel mit Fairness und Genuss! Gute, köstliche Lebensmittel bekommen wir nur, wenn wir achtsam mit unserer Umwelt, den Pflanzen und Tieren umgehen. Wenn wir verstehen, dass wir mit der Natur arbeiten müssen und nicht gegen sie, werden wir die Wertschätzung für das, was uns ernährt wieder erlangen. Davon profitieren die Bauern, die Böden und die Nutztiere.“

Meine Landwirtschaft ist die Initiatorin der Kampagne "Wir haben es satt". Sie informiert über Themen rund um zukunftsfähige Landwirtschaft und gutes Essen, fördert den Dialog zwischen ErzeugerInnen und KonsumentInnen und setzt durch Aktionen, Kongresse und Diskussionsveranstaltungen politische Zeichen.

 

Bäuerinnen und Bauern zeigen mit ihren Tieren Gesicht – so entstand eine bunte Galerie an individuellen Demo-Plakaten.

Sie wurden bei unserem Straßenfest vor der Heinrich-Böll-Stiftung am Demo-Tag ausgestellt. Hier findet ihr alle Einsendungen und Steckbriefe nochmal zum anschauen.WHES sucht die Demo-Kuh

Wir lehnen Extremismus aller Art ab, dazu gehört im Speziellen die Diffamierung von Bäuerinnen und Bauern. Unsere Demo ist kein Platz für Nazis, RassistInnen, Anti-EuropäerInnen und Anti-AmerikanerInnen. Die Stärke unseres Bündnisses ist die Vielfalt, die Internationalität. Uns eint der friedliche Protest gegen die Agrarindustrie!