Vor der Bundestagswahl: Aktionstour gegen Konzernmacht, Landraub und Tierfabriken

Die Politik der Bundesregierung hat in den letzten vier Jahren zu noch mehr Konzernmacht, Landkonzentration und Tierfabriken geführt. Dabei ignorieren die große Koaliton und Agrarminister Schmidt den Trend: Immer mehr Menschen wollen wirklichen Tierschutz, bäuerliche Betriebe, ökologischen Landbau, globale Solidarität und ein klares Nein zu Gentechnik und Patenten auf Leben. Weil sich die Politik ändern muss, legen wir kurz vor der Bundestagswahl an drei agrarpolitischen Brennpunkten den Finger in die Wunden der Agrarindustrie. Sei dabei und mach mit uns deutlich: Die nächste Regierung muss die Agrar- und Ernährungswende offensiv angehen!

Die Stationen:
6.9. Leverkusen Konzernmacht | 7. & 8.9. Thüringen Landraub |
9.9. Königs Wusterhausen Tierfabriken

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240.000 geschlachtete Hähnchen pro Tag?

Ja, so viele Hühner will Wiesenhof künftig in Königs Wusterhausen bei Berlin schlachten. Der größte deutsche Geflügelproduzent möchte seine Kapazitäten verdoppeln, so dass vor den Toren Berlins künftig 75 Millionen Tiere im Jahr zerlegt werden können. Wiesenhof hat seine neue Schlachthalle zwischenzeitlich schon ohne Genehmigung in Betrieb genommen - das haben die Behörden nun vorerst gestoppt. Bei der Demonstration zum Schlachthof machen wir weiter Druck, denn wir haben Tierfabriken satt! Wir wollen eine bäuerliche Landwirtschaft, die Menschen gesund ernährt und gleichzeitig Tiere, Umwelt und Klima schützt!

Demo zum Megaschlachthof: Samstag, 9.9. | 13 Uhr | Bahnhof Königs Wusterhausen
Im Anschluss: „Tanzen, essen, baden - Fest für die Agrarwende“ (Facebook-Veranstaltung)

Proteste gegen Bayer-Monsanto in Bonn

Mit 300 Personen haben wir am 28. April vor der Bayer-Hauptversammlung in Bonn gegen die geplante Übernahme von Monsanto demonstriert. Die Fusion von Bayer und Monsanto bedroht die bäuerliche Landwirtschaft - in Europa ebenso wie im globalen Süden. Denn Bayer-Monsanto könnte künftig fast im Alleingang bestimmen, was Bäuerinnen und Bauern pflanzen und was wir essen. Mit einem historischen Kartoffeldämpfer, in dem wir symbolisch Patentscheine und Übernahme-Verträge verbrannt haben, haben wir den eintreffenden Bayer-AktionärInnen unser Nein zu Bayer-Monsanto gezeigt.

Pressemitteilung "Bayer-Monsanto bedroht bäuerliche Landwirtschaft"

18.000 gegen die Agrarindustrie!

Am 21. Januar 2017 waren wir in Berlin 18.000 für gesundes Essen, eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft, artgerechte Tierhaltung und fairen Handel! Besonders freut uns, dass so unglaubliche viele Bäuerinnen und Bauern aus ganz Deutschland gekommen sind: 130 Traktoren haben die Demo angeführt, viele waren auch zu Fuß dabei. Wir möchten allen, die zur Demonstration gekommen sind, herzlich danken! Ein spezielles Dankeschön geht an den Jungbäuerinnen-Block, der ganz vorne gelaufen ist. Da wurde richtig Stimmung gemacht, das war toll und das gibt uns Kraft für die nächsten Aktionen! 

Aufruf und Forderungen im Wahljahr | Video, Fotos und Pressespiegel

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Videorückblick

Fotos von der Demonstration 2017

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9 Forderungen im Wahljahr

Im Wahljahr haben wir einen 9-Punkte-Plan für Bauernhöfe, gesundes Essen, artgerechte Tierhaltung und fairen Handel aufgestellt. Die Politik muss sich jetzt ändern, damit der Umbau hin zu einer tier,- umwelt- und klimagerechten Landwirtschaft endlich angegangen wird. Bäuerinnen und Bauern dürfen dabei nicht die Leidtragenden sein.
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Inititiiert von

Die Wir haben es satt!-Demonstration wurde von der Kampagne "Meine Landwirtschaft" initiiert. Sie informiert über Themen rund um zukunftsfähige Landwirtschaft und gutes Essen, fördert den Dialog zwischen ErzeugerInnen und KonsumentInnen und setzt durch Aktionen, Kongresse und Diskussionsveranstaltungen politische Zeichen für die Agrar- und Ernährungswende.

Wir lehnen Menschenfeindlichkeit jeglicher Art ab, dazu gehört im Speziellen die Diffamierung von Bäuerinnen und Bauern. Unsere Demo ist kein Ort für Nazis, RassistInnen, Anti-EuropäerInnen und Anti-AmerikanerInnen. Die Stärke unseres Bündnisses ist die Vielfalt und Internationalität. Uns eint der gewaltfreie Protest gegen die Agrarindustrie!